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Hallo,
Ich arbeite seit 4 Jahren als Werkzeugmacher und bin eigentlich nur fürs Fräsen zuständig Ich fräse bei uns alles was im Werkzeugbau anfällt, von Kupferelektroden über irgendwelche ALU- Teile bis hin zu Formein in Gehärteten Stahl. Fräser verwende Ich Hitachi, Fraisa und Dixi. Bisher habe ich an einer Deckel FP3 AT und einer Mikron VC750 gefräst, beide über Peps programmiert.
Seit ca. 6 Monaten haben wir nun noch eine Röders RFM760 HSC Maschine bekommen. So, nun meine Frage an euch:
An meinen alten Maschinen konnte ich mich bezüglich der Drehzahlen, Vorschübe und Zustellung schön an den Herstellerangaben orientieren. Nun soll ja aber der Sinn der ganzen HSC Geschichte darin liegen, weniger zuzustellen, dafür aber Drehzahl und Vorschub erhöhen und somit ein höheres zeitspanvolumen zu erhalten. Wenn ich nun vom Fräserhersteller z.b. folgende angaben habe:
ich will jetzt aber beispielsweiße anstatt der 2 mm nur 0.1 mm zustellen, um welchen Faktor erhöhe ich dann vc und fz das ich keine verbrannten Flächen, minimaler verschleiß an der schneide und höchstmögliches zeitpanvolumen habe?
Klar kann ich die Maschine mit 10000upm und F600mm/min laufen lassen und die ganze Geschichte wird gut aussehen, aber wie regeln das die erfahrenen HSC- Fräser unter euch?
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Hallo Bernd, ich arbeite auch als Werkzeugmacher im Formenbau an einer Röders RFM760, ich hab zwar noch nicht bis 70 HRC gefräst (bis ca. 64 HRC schon) aber deine Angaben über die Schnittgeschwindigkeit und Zustellung beim 4'er Fräser kann ich mir so eigentlich nicht vorstellen ( zu wenig vc, ae und ap zu hoch). Genau Werte hab ich jetzt nicht im Kopf, ab Mo. könnte ich dir Werte geben die ich nehmen würde. Wenn ich es noch richtig zusammenbekommehab ich mal Stahl 2379 mit einem Seco Kugelfr. D=10, Z=2, vc 180, fz 0,1, ae 4mm, ap 3mm gefräst. Standzeit ca. 2 Std. dann fing er leicht an zu glühen. Woher hast du denn deine Werte? Gruß Jörg
werkstoff: stahl vergütet (so um die 42-48HRC) d: 10mm Vc: 430m/min fz: 0.08mm schnittiefe max: 0.18mm schnittbreite max: 0.08mm
Sind natürlich so theoretische Werte, natürlich auch von Hersteller zu Hersteller verschieden. Zudem sind diese Schnittdaten auf mehr oder weniger Ebenen Flächen bezogen. Fraisa hat da gute Fräser im Angebot zb U5286 als Kugelfräser
Also die 70HRC dünken mich sehr viel, habe selber noch NIE so harte Materialien gefräst. Für die Schruppbearbeitung würde ich da mit ca.: 8750 u/min arbeiten vorschub ca: 900mm/min schnitttiefe ca: 0.08mm schnittbreite ca: 0.06mm Für die Schlicht: 10600 u/min arbeiten vorschub ca: 650mm/min schnitttiefe ca: 0.08mm schnittbreite ca: 0.05mm
Der Beitrag wurde von MarcK bearbeitet: 17.03.2007, 00:54 Uhr
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Hi,
Bei ca.70 Hrc wird es eh haarig mit HSC-Fräsen. ab ca. 52 Hrc muss die ap drastisch reduziert werden und die Drehzahlen und Vorschübe sind auch nicht so schnell und hoch wie man es sich immer denkt. Hier kommt es echt ganz auf den Fräserhersteller an, da jeder so seine eigene Philosophie hat wie eine solche, nicht unerhebliche Härte zu bewerkstelligen ist. Es gibt die Möglichkeit mit großer ap und kleiner ae zu abeiten, also ca. 1,5xD zustellen und dafür nur 0.1mm seitlich abzunehmen und trochodial auszuräumen oder halt mit wenig ap und 0,75xD in ae zu fahren. Bei 70Hrc ist aber wie schon gesagt der Vorschub nicht mehr so hoch wie bei 54-58 Hrc. Da sonst der Verschleiß der Kanten durch zu hohe Reibungshitze und des größeren Wiederstandes des Werkstoffes zu hoch wird und diese ausbrechen, wichtig ist auf jeden Fall entweder Kugelfräser oder torischer (eckenradius) Schaftfräser. Scharfkantige Werkzeuge sind von vorneherein auszuschließen. Wegen Schnittdaten würde ich mich mal an deinen Werkzeughersteller wenden, die haben meist die besseren Richtwerte als wenn man hier etwas pauschal angibt, da die Fräsergeometrien doch sehr unterschiedlich sind und dadurch die Schnittbedingungen ebenfalls.
Gruß
Björn
Der Beitrag wurde von NTCNC9 bearbeitet: 17.03.2007, 06:52 Uhr
Die Schnittwerte sind auch von der Geometrie abhängig, Aber ich denke mal jeder Hersteller hat seine eigenen DAten , schau einfach mal im Katalog nach.
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Hallo,
erstmal danke für die schnellen Antworten! Dann gehts also doch nicht immer so schnell wie man meint....
@ Marck: Von welchem Fräser- Hersteller sind die Werte? Ich hab selber auch noch nicht bis 70 HRC gefräst, 62 war vielleicht das höchste! Ich meinte nur der Fräser für den ich die beispiel- richtwerte genommen habe ginge theoretisch bis 70....
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ZITAT(Boernes @ Samstag, 17.03.07 - 22:21 Uhr)
Hallo,
erstmal danke für die schnellen Antworten! Dann gehts also doch nicht immer so schnell wie man meint....
@ Marck: Von welchem Fräser- Hersteller sind die Werte? Ich hab selber auch noch nicht bis 70 HRC gefräst, 62 war vielleicht das höchste! Ich meinte nur der Fräser für den ich die beispiel- richtwerte genommen habe ginge theoretisch bis 70....
fraisa... dachte da du sie oben erwähntest nehme ich gleich mal die...
Der Beitrag wurde von MarcK bearbeitet: 17.03.2007, 23:41 Uhr
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Hallo
habe mal eine frage:
ich bräuchte schnittdaten für fräser:
wir fräsern harte stempel 65 hrc und meist im bereich ziwchen 0,3 bis 1,0 mm was kann ich da so zustellen und voschub und wie ist es mit dem aufmaß was lässt ihr den so beimr hart fräsen auf den teilen
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Nur ein kleines Bsp.! Meine Kupfer Daten auf einer RFM 600 Fräsergeo: D8r1 Beschichtung: keine, polierte Schneide S: 8000 U/min Vf: 2400 mm/min ap: 0,5mm ae: 0-100% vom Fräser D
Beim klein D Fräser Bereich ist es auch sehr interessant wie verschiedene Anbieter die unterschiedlichen Schnittwerte bei verschiedener Freilänge angeben. Wenn sie es denn überhaupt machen? Sollte doch klar sein das man einen 1er Kugelfräser mit 3mm Freilänge nicht gleich laufen lassen kann wie wenn er 10mm frei ist. Kapier auch nicht warum die Fräserhersteller immer noch so unklare Daten angeben. Warum können die nicht klare Daten für den jeweiligen Fräsertyp bei bestimmten Materialien angeben??? Hab zwar einen Hersteller der das sehr gut macht doch komm ich nicht klar wie er ein und die selben Schnittwerte für Messing, Kupfer und Alu verwendet??? Also es gibt auch da noch unklarheiten auch wenn ich mit den Daten für Kupfer sehr gut fahre aber bei Alu wäre ich mit diesen Schnittwerte langsamer als wenn ein Kollege es herkömmlich auf ner CNC fräst.
Freu mich auf den Tag in der Zukunft wo statt einem rotierenden Zahnstocher nur noch n Laser in der Spindel hängt und man sich nie wieder über Standzeiten etc Gedanken machen muss!
ZITAT
Hallo Bernd, ich arbeite auch als Werkzeugmacher im Formenbau an einer Röders RFM760, ich hab zwar noch nicht bis 70 HRC gefräst (bis ca. 64 HRC schon) aber deine Angaben über die Schnittgeschwindigkeit und Zustellung beim 4'er Fräser kann ich mir so eigentlich nicht vorstellen ( zu wenig vc, ae und ap zu hoch). Genau Werte hab ich jetzt nicht im Kopf, ab Mo. könnte ich dir Werte geben die ich nehmen würde. Wenn ich es noch richtig zusammenbekommehab ich mal Stahl 2379 mit einem Seco Kugelfr. D=10, Z=2, vc 180, fz 0,1, ae 4mm, ap 3mm gefräst. Standzeit ca. 2 Std. dann fing er leicht an zu glühen. Woher hast du denn deine Werte? Gruß Jörg
Ist das echt dein Ernst? Was habt ihr für ne Spindel??? Auch eine HSK40e mit Smax 42.000 U/min??? Denn dann finde ich für die Keramiklager bei 1.2379 ap und ae sehr sehr krass. Würde ich mir nicht trauen! Bin mir sicher das ich mit solche Daten keine 1000 Stunden auf die Spindel kriegen würde...
genau das problem habe ich auch jeder hersteller hat andere angaben da kann man nicht wirklich vergleichen
hat jemand erfahrung mit zecha?
Ich vertrete auch die Meinung das es schwieriger ist die richtigen Schnittwerte zu finden als im CAM die richtige Strategie zu finden. Denn die kann man wunderbar Simulieren die Schnittwerte nun mal nicht!
Versteh nur noch immer nicht warum dies viele Fräserhersteller noch immer nicht kapieren das diese Daten wichtiger sind als Ihre 1000 verschiedene Werkzeuge zu 1000 verschiedenen Anwendungen. Denn was bringt der härteste, schärfste und stabilste Fräser wenn man total besch...ssene bzw ungenaue nicht getestete Schnittwerte bekommt? Früher im CNC Bereich konnte man bei einer S von 0 bis 4000U/min nicht so extrem daneben liegen wie heute im HSC Bereich wo man zwischen S 3000-42000U/min wählen kann. Und wo ae und ap ein sehr viel größere Rolle auf die Standzeit haben als im herkömlichen CNC Bereich.