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Hilfe gesucht für Sinumerk 805 & Boehringer DUS560

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Beitrag 15.03.2011, 21:17 Uhr
 
 
fury161
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Hallöchen!

Ich bin neu hier und hätte gleich mal ein Problem, bei dem mir hoffentlich jemand helfen kann?! Ich werd erstmal kurz etwas ausholen: Also ich bin seit einem Jahr Jungfacharbeiter und spezialisiert auf Frässysteme. Ich habe bis vor kurzem mit Haidenhain Millplus programmiert und an einer EMCO E600 mit Siemens Sinumerik 810D erste Erfahungen gemacht. Nun habe ich aber den Arbeitgeber gewechselt und soll mir CNC-drehen an einer gebrauchten Boehringer DUS560 (kann konventionell & nc-gesteuert werden) mit Sinumerik 805 selbst aneignen, obwohl das völliges Neuland für mich ist. Da die Firma sich neu gegründet hat und ich der einzige gelernte Zerspaner bin, habe ich keine Ansprechpartner für spezielle Fragen.
Ich bin nun seit einigen Tagen dabei, mich durch die Handbücher durch zu kämpfen und erstmal die grundlegenden Begriffe und Möglichkeiten der Maschine/Steuerung zu erfassen und erste Versuche an der maschine zu machen. Allerdings stoße ich dabei immer wieder auf Probleme. Das fängt z.B. dabei an, dass bei jeder Gelegenheit die Meldung "Fehler 3008 (M17 fehlt..)" erscheint. Beim Nachschlagen im Handbuch fand ich heraus, dass Unterprogramme mit M17 beendet werden. Ich habe aber weder ein einziges Programm , noch ein Unterprogramm geschreiben bzw. auf der Maschine gefunden... Da wäre auch schon dass nächste Übel: die Maschine wird zyklengesteuert, da braucht man doch eigentlich garkeine Unterprogramme bzw. kann keine anlegen oder?! Und eine Sache wäre da noch: ich habe vom Vorbesitzer noch 3 Zyklettenketten auf der Maschine. Ich habe mir die mal angesehen um zu erahnen wie da programmiert wurde. Dabei musste ich feststellen, dass weder eine Programmnummer, eine Nullpunktverschiebung oder Maschinenbefehle (wie für Spindeldrehung, Kühlmittel oder Programmende) eingegeben wurden. Nur aufeinander folgende Zyklen mit Kommentaren und vereinzelte G00-befehle um vom Werkstück weg zu fahren. Muss ich dann echt jedesmal den Hebel für Spindeldrehung- bzw. stop von Hand umlegen und die Zyklen nach einander bestätigen/abarbeiten?

Also ich hoffe dass ich meine Fragen halbwegs verständlich gestellt habe und mir jemand weiter helfen kann. Sollten dafür genauere Informationen zur Maschine bzw. der Steuerung nötig sein, werde ich das nach Möglichkeit rausfinden bzw. ergänzen.
Falls tatsächlich jemand antworten sollte, bitte ich darum das "idiotensicher" zu formulieren wink.gif , da ich wie gesagt noch über keinerlei Fachwissen in der Richtung verfüge.

Vielen Dank schon mal im Vorraus!
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Beitrag 25.03.2011, 20:48 Uhr
 
 
Reiner Unsinn
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Beiträge: 2
Hallo fury161,

mich trifft das gleich Schicksal wie Dich.
Seit letzter Woche bin ich auch an der gleichen Maschine mit der Zyklensteuerung.

Da mir die Zylensteuerung zu kompliziert zum programmieren ist und bei der Bearbeitung immer wieder Stillstände durch die geringe Rechenleistung der Steuerung ( Wechsel von einem Zyklusschritt zum nächsten ) vorhanden sind. Bearbeite ich die Teile nun mit der zweiten Steuersteuerung auf DIN-Ebene.

Dazu schalte ich nach dem Einschalten und dem Eichen der Maschine mit den beiden links und rechts ( Unterhalb des Bildschirm ) liegenden Tasten auf die DIN-Ebene.

Viel Spaß beim ausprobiern!
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Beitrag 09.04.2011, 06:59 Uhr
 
 
Guenzelsen
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Beiträge: 22
Ich hab ebenfalls ähnliche Erfahrungen, bei mir ging es allerdings um ein Chiron Bearbeitungszentrum mit 3M Steuerung.
Da ich zuvor nur die 810D mit ShopMill kannte hatte ich anfangs große Probleme die Maschine überhaupt in Gang zu bekommen.
Wir haben dann einen Monteur von Chiron kommen lassen, der hat mich in die Maschine eingewiesen.
Außerdem hat er bei der Gelegenheit mal drüber geschaut wie die Maschine zusteht, welche Probleme evtl. zu erwarten sind, welche typischen Schwachstellen diese Maschine hat, usw. Gerade für (alte) Gebrauchtmaschinen und Existenzgründer Interessant.

Ich kann nur dringend dazu raten Jemanden zu holen der sich auskennt, auch wenns mal 1500,- kostet. Mit planlosem "Rumgefummele" verliert man auf Dauer mehr Geld.

Gruß Daniel
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Beitrag 18.07.2011, 18:15 Uhr
 
 
fury161
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Beiträge: 2
Danke für die Antworten! Mittlerweile hat sich einiges getan und ich schreibe mal für die jenigen die es interessiert, was so in der Zwischenzeit passiert ist.

Wir haben jemand kommen lassen der sich mit der Steuerung auskennen und mich einweisen sollte. Der Herr hatte auch sehr breit gefächertes Wissen, aber leider keine speziellen Kenntnisse was diese Maschine bzw. den Softwarestand (von 1994) betrifft. Letztendlich konnte er nur feststellen, dass das Hauptprogamm %9 (steuert wohl grundlegende Funktionen der Maschine) aus irgendwelchen fehlerhaft geschrieben war. Dann hat er die Datenwiederhestellungsdiskette per Laptop ausgelesen und das Programm %9 so umgeschrieben wie es theoretisch aussehen müsste. Das hat dann zu einer gewissen Verbesserung im Umgang mit der Maschine geführt. Leider liefen die Zyklen trotzdem nicht und der Tag für die Einweisung war verstrichen, sodass ich mich dann wieder alleine mit der Materie befassen konnte.
Nachdem ich mit Hilfe der Progarmmieranleitung versucht habe den ein oder anderen Zyklus ablaufen zu lassen, erhärtete sich der Verdacht, dass auch die Unterprogramme zur Versorgung der Zyklen fehlerhaft auf der Maschine hinterlegt waren. Denn schon dass achsparallele Abspanen sah in der Praxis so aus, dass das Werkzeug (trotz korrekter Vermessung und Korrekturwerte) einmal im programmierten Vorschub mitten ins Werkstück und auf gleichem Weg wieder hinaus gefahren ist. Ich hab mir dann ´nen Laptop besorgt und anhand der besagten Diskette den Soll- und Istzustand der Maschine verglichen und musste festellen, dass da alles durcheinander war. Nach telefonischer Rücksprache mit dem Fachmann, habe ich dann sämtliche Unterprogamme von der Maschine geschmissen und anschließend neu bespielt. Das war garnicht so einfach, zumal ich noch den Speicher reorganisieren und den Datentransfer zwischen Maschine und dem externen, nachgerüsteten Diskettenlaufwerk (ohne Bedienungsanleitung..) herstellen musste. Letztendlich hat das aber alles irgendwie geklappt und seit dem kann ich vernünftig mit der Kiste arbeiten... :-) Hab mich tierisch gefreut und war extrem erleichtert, dass ich nicht mehr Schaden als Nutzen erzeugt hab. Allerdings frage ich mich warum der "Fachmann" das nicht bemerkt hat bzw. in der Lage war das hinzubekommen, wenn letztendlich ich als absoluter Anfänger das (in zugegebenermaßen 3 Tagen) geschaft habe.
Naja wie auch immer, ich hab jetzt weitesgehend begriffen wie das so funktionert und hab (bis jetzt...) ohne Crash ordentlich die Späne fliegen lassen. Mir macht das Drehen auch richtig Spaß, dachte immer dass Fräsen besser ist, aber es fetzt eigentlich beides. Gerade weil man ja durch den gut geschützten Arbeitsbereich und die Leistung der Maschine ordentlich Spänevolumen abheben kann ohne dass die Karre stehen bleibt oder man sich mit Spänen und Kühlung vollsaut! Das hat mich beim konventionellen Drehen immer angekotzt.
Mittlerweile hab ich auch erkannt dass die Zyklen wirklich nur der Arbeitserleichterung dienen und man sie zwar verketten und eigene Konturen programmieren kann, aber man kein Programm mit G- und M-Befehlen schreiben muss. Und die Spindel muss zumindest in der einen Betriebsebene, tatsächlich von Hand in Drehung bzw. Stillstand versetzt werden. Überhaupt wusste ich ja anfänglich garnicht dass man zwischen 2 Progarmmierebenen umschalten kann, was natürlich zu Verwirrungen führte...

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