Hallo!
Das Ganze ist eigentlich gar nicht so kompliziert. Worauf du achten musst ist Folgendes:
Dein Fräswerkzeug sollte im Durchmesser nicht kleiner sein als der Bohrungsradius. Ist das Werkzeug zu klein,
bleibt in der Bohrungsmitte Restmaterial stehen. Das kann zu Problemen führen wenn du z.B. bei
Heidenhain den Zyklus 208 verwendest.
Dieser Zyklus fährt am Ende nämlich wieder in die Bohrungsmitte, bei bestehendem Restmaterial kann es da Probleme geben.
Wenn dein Fräswerkzeug nicht über die Mitte schneidet, darfst du einen Mindestfräsdurchmesser nicht unterschreiten,
da sonst beim Helixfräsen Restmaterial unter dem Werkzeug stehen bleibt, was ab einer bestimmten Tiefe zu Problemen führt.
Dein Werkzeug wird in dem Fall nämlich auf dem Restmaterial aufsetzen, du kannst dir sicherlich vorstellen dass das nicht besonders gut ist.
Schneidet das einzusetzende Werkzeug über Mitte, ist der Mindestfräsradius zumindest theoretisch egal.
Aber aus praktischer jedoch Erfahrung nicht: du kannst z.B. einen Durchmesser von 15 mm mit nem 12er fräser fräsen.
Aber dann kann es Probleme mit der Spanabfuhr geben. Sinnvoller wäre in dem Fall ein kleinerer Fräser (10 oder 8mm).
Ein kleinerer Fräser lässt mehr Freiraum für die Späne die aus der Bohrung gespült werden müssen.
Gruß, Stefan..