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Grad der Automation in CamWorks, Geht's auf Knopfdruck oder nicht?

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Beitrag 06.06.2005, 16:48 Uhr
 
 
Mob47
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Aheu,

mit unserem derzeitigen CAM System für 2.5D Bearbeitung werden wir nicht so recht glücklich, daher ein paar Fragen zu CamWorks. Wir hatten vor 2+ Jahren mal eine Vorführung, waren aber nicht vom Programm überzeugt. Vielleicht hat sich mitterweile ja was getan.

1) Wenn Bohrungen zu tief für ein Werkzeug sind, kann man dann irgendwo hinterlegen, dass es eine Bearbeitung von der anderen Seite gibt (evtl. mit einem etwas größeren Werkzeug), und landet diese Bearbeitung dann automatisch in einem extra Programm?

2) Da es ja nur ein Feature für eine Bohrung gibt, die mehrere Arbeitsschritte benötigt (Bohren, Senken, Ausdrehen) stellt sich mir die Frage ob die einzelnen Bearbeitungsschritte automatisch auf zwei (oder mehr) Programme/Arbeitspläne/wieauchimmer aufgeteilt werden, weil das Werkstück zwischenzeitlich ja anderweitig bearbeitet werden könnte (gehärtet/geglüht/geschliffen).

3) Werden meine Bearbeitungsschritte sinnvoll sortiert oder muss ich da noch mit der Hand ran?

Das sind ein paar der großen Probleme, die wir derzeit mit unserer Software haben. Kann Camworks diese zufriedenstellend lösen? Ich will eine komplette Automation der Programmerstellung erreichen, die eben so aussehen soll, dass ein Teil an Camworks übergeben wird, ich auf's Knöpfchen drücke, alle Features erkannt, die Bearbeitungen zugewiesen, die Programme passend aufgeteilt erstellt werden.

Dass das nicht immer geht ist mir klar, aber es gibt eine Reihe von Teilen, die immer nur dieselben Features haben und da will ich nichts mehr von Hand machen wollen.

Dank im Voraus für etwaige Informationen.

Bis dann,
Mob47
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Beitrag 06.06.2005, 20:11 Uhr
 
 
nebbe
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Moin,

sag' dann man mal bescheid, wenn CamWorks soweit funktioniert. Bis dahin kannst Du Dir ja mal die Maschinenprozesse von SolidCAM anschauen: ein relativ hoher Grad an Automatisierbarkeit ohne die Kontrolle aus der Hand zu geben ist da möglich.
By the way: ich bin kein Freund davon, dass mir irgendein System eine Lösung vorschlägt, die ich dann kontrollieren muss und sehr wahrscheinlich auch abzuändern habe. Da hab' ich dann eine eigene Idee im Kopf, muss sie gegen den Systemvorschlag abgleichen und dann auch wieder eine Lösung hinbiegen, die mir gefällt. Kommt mir nicht als kleinerer Aufwand vor...

"Nur der NC-Programmierer weiß, wie die Maschine zerspanen soll"

Thorsten
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Beitrag 07.06.2005, 08:26 Uhr
 
 
Mob47
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Aheu Thorsten,

habe die Demoversion von SolidCam derzeit bei mir installiert, musste mir von einem SolidCam Anwender allerdings auch schon sagen lassen, dass es ebenfalls nicht das leistet was ich gerne hätte. Möglicherweise lasse ich mir bei uns im Hause noch eine Vorführung geben, bei der an einem Teil von uns die Programmierung voll automatisch stattfinden soll (der Vorführer darf sich da auch gerne drauf vorbereiten).

Zu Deinem By the way:
Es ist doch so, dass ich bei immer wiederkehrenden Features auch immer die gleiche Bearbeitung vornehme. Ausnahmen können dann ja von Hand geändert werden.

Und es kann doch nicht sein dass alle Welt von wissensbasierter Fertigung und Zeit-/Kostenersparnis durch Automatisierung redet, es aber niemand wirklich zufriedenstellend umsetzen kann. Bin ich denn zu anspruchsvoll? Ich denke nicht. Eine ganze Menge der Überlegungen die in die Programmierung von Hand einfließen kann ich in Formeln packen und dann muss es machbar sein NC-Programme auf Knopfdruck zu bekommen. Und ich verstehe nicht warum ich bisher noch kein einziges Programm gefunden habe, das mir sinnvoll Vor- und Nacharbeit respektive Schrupp- und Schlichtbearbeitung trennt (also nicht standardmäßig in ein NC-Programm packt). Ebenso haben bisher alle Programme den Dienst quittiert wenn ein Bohrungsfeature zu tief für die vorhandenen Werkzeuge ist. Wenn die Bohrung durchgeht, dann liegt es doch auf der Hand, dass ich da von der anderen Seite ran muss. Das sowas nirgendwo implementiert ist will mir nicht in den Kopf. Sind wir denn der einzige Werkzeugbau, der Gestellplatten hat, die dicker als die Bohrerlängen sind? Elementare Funktionalitäten die anscheinend sonst niemand fordert. Fummeln denn alle noch von Hand nach, was sich doch so einfach automatisieren lassen sollte? Das kann doch nicht sein.

So, genug gemeckert - jetzt wird weitergearbeitet.
Bis dann,
Mob47
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Beitrag 07.06.2005, 09:41 Uhr
 
 
nebbe
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Beiträge: 816
Da will ich gerne auch noch mehr Senf zugeben.

Du kannst SC (ich kann da im Moment nur von "meinem" System sprechen) soweit automatisieren, dass Du alles fertig hast und dann nur noch die Geometrie definieren musst, auf die diese eine Technologie passt. Ich hab da so ein schönes Beispiel, wo ich mit der Definition von drei Geometriebereichen eine komplexe Programmierung erschlage (etwas Gehirnschmalz ist natürlich vorher geflossen...).
Lass' Dir man mal Dein Teil "vorprogrammieren", mit möglichst vielen Maschinenprozessen. Wichtig dabei: Ansatz und Ausblick müssen passen, der Rest muss mit einem System erarbeitet werden.

Wir haben leider nicht die wiederkehrenden, ähnlichen Teile, wo sich sicherlich am meisten automatisieren lässt, sind aber nach wie vor "auf einem guten Weg".

Auf alle Fälle fummeln wir nicht von Hand nach, sondern erzeugen lauffähige NC-Programme - und das ist doch auch schon was.

Thorsten
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Beitrag 13.06.2005, 12:21 Uhr
 
 
cam_berti
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Beiträge: 11
Hallo,

wenn Du CAMWorks vor mehr als 2 Jahren gesehen hast, dann hat sich zwischenzeitlich sehr viel getan. Als Beispiel sind in der Datenbank nun auch Featuretiefen und Materialien als Kriterium für die Bearbeitungstechnologie definierbar. Damit müsste sich an Deinen Teilen schon fast alles automatisieren lassen soweit ich das verstehe. Dass eine Datenbank wesentlich mehr Querverbindungen zulässt als irgendwelche "statischen" Maschinenprozesse erklärt sich denke ich von selbst - Beispiel: gleiche Geometrie (z.B. Bohrung) mit gleichem Namen der Technologie (z.B. H7) jedoch 1x aus Alu und 1x aus Stahl ergibt in CAMWorks die passende Bearbeitung aufgrund der Datenbank für jedes der Materialien. Vielleicht solltest Du Dir die aktuelle Version nochmal ansehen. Übrigens: Teksoft ist seit Anfang 2005 Teil von GSSL Ltd. - damit stehen uns über 800 (!!!) Softwareentwickler im eigenen Haus zur Verfügung (vorher 38). Deshalb geht die Weiterentwicklung der Software jetzt noch viel schneller als noch vor einem Jahr.

Grüssle
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