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Erodieren, Messzyklen ansteuern

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Beitrag 20.03.2011, 11:30 Uhr
 
 
Sit22
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Hallo Leute,

Wir haben eine Erodiermaschine Robocut 0iB mit Fanuc 18i Steuerung.
Und zwar muss ich mehrere Punkte am Teil anfahren Einfädeln und mit Messzyklen X und Y anfahren und ausnullen. " Serienteile "

Hab auch schon raus gefunden das ich über MDI an gewisse Positionen auto. fahren kann und nicht jedesmal über JOG und STEP den Startpunkt mühevoll mich ran tippen muss.

Gibt es die Möglichkeit das man die Messyklen im normalen NC PG ansteuern kann ?

Beispiel.: O9999 Messprogramm

G40G50G90
/M50 - Draht vor dem verfahren trennen
/M - Becken füllen
G00 XY 1Punkt
/M60 - Draht einfädeln
[ Messzyklus für X ansteuern ] und Draht X0,125 verrechnen, evtl. von Hand verrechen
G00 XY 1Punkt
/M50
G00 XY 2Punkt
/M60
[ Messzyklus für Y Mitte ansteuern ] und abfahren
M30

MFG Sit20
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Beitrag 20.03.2011, 18:02 Uhr
 
 
dreher_eilig
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ZITAT(Sit22 @ 20.03.2011, 11:30 Uhr) index.php?act=findpost&pid=341645
Hab auch schon raus gefunden das ich über MDI an gewisse Positionen auto. fahren kann und nicht jedesmal über JOG und STEP den Startpunkt mühevoll mich ran tippen muss.

Gibt es die Möglichkeit das man die Messyklen im normalen NC PG ansteuern kann ?


Hallo Sit,

ja man kann die Messzyklen auch aus einem Programm heraus aufrufen. Dein Beispiel sieht doch schon mal ganz gut aus. Ersetze die Kommentare in den Klammern durch den Messzyklus, dann sollte es eigentlich klappen. In den Handbüchern sind aber auch entsprechende Beispiele mit Zeichung (zumindest bei der etwas älteren Fanuc Serie16).

Falls das Programm für eine Bohrung oder Scheibe sein soll, kannst du das Zentrum auch über 3 Punkte anfahren und auf einen Messpunkt deiner Wahl ablegen lassen. Diesen kannst du später ausrufen bzw. anfahren. Auch hierzu stehen im Buch Beispiele für Programme.

Gruß dreher_eilig
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Beitrag 21.03.2011, 07:40 Uhr
 
 
Sit22
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ZITAT(dreher_eilig @ 20.03.2011, 19:02 Uhr) index.php?act=findpost&pid=341650
Hallo Sit,

ja man kann die Messzyklen auch aus einem Programm heraus aufrufen. Dein Beispiel sieht doch schon mal ganz gut aus. Ersetze die Kommentare in den Klammern durch den Messzyklus, dann sollte es eigentlich klappen. In den Handbüchern sind aber auch entsprechende Beispiele mit Zeichung (zumindest bei der etwas älteren Fanuc Serie16).

Falls das Programm für eine Bohrung oder Scheibe sein soll, kannst du das Zentrum auch über 3 Punkte anfahren und auf einen Messpunkt deiner Wahl ablegen lassen. Diesen kannst du später ausrufen bzw. anfahren. Auch hierzu stehen im Buch Beispiele für Programme.

Gruß dreher_eilig



Danke dreher_eilig,

Ich werde mal nachschauen.

MFG Sit20
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Beitrag 22.03.2011, 12:50 Uhr
 
 
Sit22
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Habe etwas im Handbuch gefunden, ich konnte es aber noch nicht probieren.

O999 (Messen)
G90G50G40
/M50
/M83
G00 X1 Y0
/M60
G70 X-0 Anfahren 1
G00 X1 Y0 Freifahren
G00 X1,5 Y0,5 neu Positionieren
G70 X-0 X=#1 Anfahren 2 + Variable setzen
IF #1 > 0,003 Goto 999 Messwert prüfen
G76 X0,125 Draht verrechnen
G00 X1 Y0 Freifahren
/M50
G00 XY Startpunkt (G92) fahren
/M60
N999 #3000=0,005 (Messwert ueberschritten)
M99 P0001
%

Mit der Variable, weiß ich nicht ob das im Unterprogramm geht ?
Sonst muss ich es mit G65 machen.

MFG
Sit22
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Beitrag 22.03.2011, 18:43 Uhr
 
 
dreher_eilig
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Hallo Sit,

das Programm sollte so funktionieren. Die Messwertprüfung mit den Variablen kann man sich schenken. Ich denke man wollte hier in dem Beispiel nur aufzeigen, das so was prinzipiell möglich ist. Wenn du mit G70 anfährst und dann mit G76 die Relativkoordinaten eingibst bzw. den Drahtradius verrechnest , hast du ja eigentlich was du brauchst.
Du kannst natürlich den G70 auch durch einen Zentrierzyklus für eine Nut oder eine Bohrung ersetzen.

Gruß dreher_eilig
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Beitrag 22.03.2011, 19:54 Uhr
 
 
Sit22
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ZITAT(dreher_eilig @ 22.03.2011, 19:43 Uhr) index.php?act=findpost&pid=341803
Hallo Sit,

das Programm sollte so funktionieren. Die Messwertprüfung mit den Variablen kann man sich schenken. Ich denke man wollte hier in dem Beispiel nur aufzeigen, das so was prinzipiell möglich ist. Wenn du mit G70 anfährst und dann mit G76 die Relativkoordinaten eingibst bzw. den Drahtradius verrechnest , hast du ja eigentlich was du brauchst.
Du kannst natürlich den G70 auch durch einen Zentrierzyklus für eine Nut oder eine Bohrung ersetzen.

Gruß dreher_eilig


Die Variable hat einen Grund und zwar haben wir manchmal Material was an der antast Stelle nicht 100% Sauber ist.
Um dies zu überprüfen Messen wir den Nullpunkt versetzt, 2 mal an dieser Seite. Es ist auch gleichzeitg eine Prüfung
ob ich mit der Messuhr alles richtig gemacht habe. Wenn nun Abweichungen von 0,003 - 0,005 sind soll er die Messung ja stoppen und eine
Fehlermeldung anzeigen. Deswegen die Variable #1 ...

Wenn das Programm weiter läuft und mal angenommen das Teil liegt übertrieben gesehen schief drin, tastet er an setzt den Wert auf Null und fängt das Hauptprogramm abzuarbeiten. Wäre aus meiner Ansicht falsch.

Danke für die Errinnerung mit den anderen Varianten, steht bei mir im Handbuch unter Seite 668 drin.

MFG
Sit22
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Beitrag 23.03.2011, 19:44 Uhr
 
 
dreher_eilig
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ZITAT(Sit22 @ 22.03.2011, 19:54 Uhr) index.php?act=findpost&pid=341806
Wenn das Programm weiter läuft und mal angenommen das Teil liegt übertrieben gesehen schief drin, tastet er an setzt den Wert auf Null und fängt das Hauptprogramm abzuarbeiten. Wäre aus meiner Ansicht falsch.


Verstehe. Gute Lösung mit der Variable die Lage des Teils zu prüfen. Werde ich mal bei Gelegenheit ausprobieren, denn ich habe auch schon mal solche Teile, die nicht ganz sauber sind.
Wegen deiner Frage, ob die Variable im Unterprogramm funktioniert: das sollte gehen. Du kannst z.B. im Hauptprogramm eine Variable bestimmen, auslesen, rechnen, usw. und anschließend im Unterprogramm die Werte/Ergebnisse wieder aufrufen. Dem Variablenspeicher ist egal, wo die Werte herkommen bzw. von wo aus sie abgefragt werden.

MFG dreher_eilig
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Beitrag 25.03.2011, 20:37 Uhr
 
 
Sit22
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Das einfache Beispiel hat bei mir funktioniert.

Draht steht schon ungefähr links vor dem Teil. G76 muss man aufpassen zwecks richtigen verrechnen.

O9999 (Messen)
G90G50G40

/M60 (Einfädeln)
/M41 (Strom aus)
/M43 (Wasser aus)

G70 X0 Anfahren X von links
G76 X-0,125 Draht verrechnen
M00

G00 G75 X-1
G00 G75 Y-5
G00 G75 X2.5

G70 Y0 Anfahren Y von unten
G76 Y-0,125 Draht verrechnen
M00

G00 G75 Y-5
/M50
G00 G75 XY Startpunkt fahren
/M60

M00
%

Der Beitrag wurde von Sit22 bearbeitet: 25.03.2011, 20:39 Uhr
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