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China Braut, Meine Neue

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Beitrag 22.02.2012, 20:21 Uhr
 
 
sharky
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Sie ist noch nicht da, kommt aber bald.

Fräsmaschine ohne Hersteller-Bezeichnung.

Das läuft wohl in Ostasien so, daß es wenige oder nur einen großen Hersteller gibt, von dem sich die anderen mit Modifikationen verzweigen.

Eigentlich brauche ich gar keine neue Fräsmaschine. Allerdings wegen der Vorgeschichte brauche ich doch eine neue Fräsmaschine.

Die Vorgeschichte war so:

Ich hatte per EBAY eine Fräsmaschine als "Vorführmodell" ersteigert. Und als die ankam, nicht geschaltet. Denn anstelle daß es ein Vorführmodell gewesen wäre, wie gekauft, war sie aus Komponenten zusammengesetzt, die Jahre alt waren. Das Typenschild der Maschine fehlte, überlackiert. Hieß dann im Ebay: Lackfehler. Lackfehler heißt aber nicht, daß das Typenschild der Maschine fehlt.

Ich hab mich damals (2008) schwer geärgert. Dann stand sie aber schon im Keller und war dorthin für 1000 Euro reintransportiert worden, wegen Hanglage mit einem riesengroßen Tele-Stapler.

Der Rücktransport wäre dann noch teurer geworden.

Jetzt hab ich diese Maschine in Zahlung gegeben für die Neue, damit ich die loswerde. Mittlerweile ist meine Hobbywerkstatt in den Räumen einer Fabrik und der Transport ist kein Problem mehr, es reicht ein Hubwagen.

Das aus-dem-Keller-holen beim Umzug hat allerdings nochmal schlappe 1800 Euro gekostet. Die Jungs lassen es sich bezahlen, daß es kein anderer kann.

Ich kann über den Lieferanten nichts Schlechtes sagen, außer daß es damals dumm gelaufen ist. Insbesondere deshalb nicht, weil er mir 2008 angeboten hat, o.k., ich bekomme für kleinen Aufpreis auch eine Neumaschine, und der Transport geht sogar auf seine Kosten.

Das konnte ich nicht wahrnehmen vor Augen, daß der Raustransport aus dem Untergeschoß nochmal 1800 gekostete hätte und der Reintransport der Neuen wiederum 1000. Also weil die Maschine schon im Keller stand.

So ärgert man sich, kann aber nichts machen. Richtig wäre gewesen, die Maschine auf der Spedition zurückzuweisen.

Nun, was habe ich mit diesem etwas unscheinbaren Modell gemacht,

ICH, ALS HOBBY-TÄTER?

Ich hab damit gute Dinge gemacht, insbesondere diese Fräsmaschine als Koordinatenbohrmaschine benutzt, auf der man wirklich auf das 1/100 BOhrungen in Abständen sowie auf die Toleranz der Bohrungen auf H7 machen konnte. War alles prächtig. Fräsungen im Bereich 1-3/100 waren auch drin, nur die Genauigkeit kommt von dem Mann vor der Maschine. So ohne weiteres machte sie das nicht und hatte schon diesbezüglich den einen oder anderen Aussetzer.

Weniger prächtig war, daß sowohl die Kühlung als auch die gesamte Elektrik so china-like waren, da gingen die Isolierhülsen um die elektrischen Leitungen schon mal einige Zentimeter zurück, der Schalter für den VOrschub in xy na ja, den mußte ich irgendwie so nachstellen, wie man 1970 am Motorrad gebastelt hat, aber irgendwie ging das immer.

Trotzdem bin ich froh, daß ich dieses TEil jetzt loswerde, wegen dem Hals, den ich von 2008 noch habe.

Morgen wird sie abgeholt.

Nun mal was zu der Neuen:

Es wär natürlich jetzt der Punkt gewesen, sich für eine CNC zu entscheiden, oder für was GUTES historisches, sagen wir mal Deckel FP, nur daß diese Maschinen in der Preisklasse bis 10K natürlich nicht so zu haben sind, wie man möchte. Neumaschinen aus China für 10k haben eben mehr Features. Und daß man mit denen auch genau arbeiten kann, hab ich an der Alten ja schon getestet. Für eine Deckel FP mit einer Probeversion einer früheren CNC-Steuerung konnte ich mich auch nicht wirklich erwärmen. Was da steht, muß laufen. Wenn ich Probe höre und 20 Jahre alt, da möchte ich keine 10k reinstecken. 20 Jahre heißt nichts, nur der Zustand des Objekts ist nicht bekannt und Ebay ohne Garantie und Gewährleistung u.s.f. Nee.

Die Neue liegt in der Preisklasse netto 10k. Sie ist total lieblos in der Halle fotografiert (wenn sie bei mir steht, wird man das nachholen können, vernünftige Fotos), und sieht man in Abb. 1

Es gibt Leute, die haben Schwierigkeiten, die Konstruktion dieser Maschinen zu verstehen, weil sie sich von herkömmlichen Konstruktionen unterscheidet. Ich kenne diesen Typ aber, und war mit dem zufrieden.

Merkmale:

Wir haben die VOrschub in y nicht vom Kopf her, sondern vom Tisch her.

Man sieht, daß der Kopf auf einer Säule sitzt.

Damit kann man in Winkelgraden verschwenken.

Zusätzlich findet sich oberhalb der Säule eine Schwalbenschwanzführung, die man in Y herausführen kann.

Insgesamt kann man damit sehr große Teile bearbeiten (z. B. bohren).

Wenn man nur kleine Teile präzis fräsen will, braucht man den Klimbim nicht und klemmt alles fest.

Man sieht, die Maschine hat 3 Elektromotoren für Vorschübe in allen 3 Achsen. In Z würde ich den Motor allerdings nicht als Vorschub, sondern als Zustellung interpretieren. Muß man eben nicht mehr mit der Hand kurbeln.

Für den X-Vorschub wäre mir ein Getriebe lieber gewesen. Hat sie aber nicht. Getriebe sind so gnadenlos genau, während Elektormotoren im Vorschub zurückhängen können, nennt man in CNC Schrittfehler. Andererseits, wenn es in X hängt, läuft sie ohne Zicken "weich" durch, indem sie sich eben mit dem "Schrittfehler" sich so eine Art Atempause verschafft.

Kommen wir zum KOpf. Kopf ist nicht aus China, sondern aus Taiwan. Und hat ebenfalls kein Getriebe. Ich vertraue auf die Aussage des Lieferanten, daß die Köpfe aus Taiwan wesentlich besser sind als die chinesischen.

Wie geht das ohne GEtriebe? Antrieb ist mit Kegelrad/Riementrieb. Stufenlos. Sollte auch, da ohne Getriebe, SEHR LEISE sein, vermute ich mal. Die Kegelräder werden anstelle von Getriebestufen gegeneinander verstellt und ergeben die Drehzahl.

Bin gespannt.

Dazu hat der Kopf drei Bohrvorschübe. Der bohrt also mit der eingestellten GEschwindigkeit, wie die Tiefe ist, weiß ich noch nicht, man muß die Hand nicht an der Pinole haben, der Kopf bohrt selbst.

Dazu hat sie einen pneumatischen Werkzeugwechsler. Also mit dem Fuß drauf, Werkzeug festgehalten, fttttttttttttttttttttttttt... Werkzeug rausnehmen, neues Werkzeug rein, fttttttttttttttttttttttttt.... fertig.

AUf den freue ich mich wirklich.

Sonstige Features:


<h3 class="content">NEUMASCHINE X6330A Bohr-Fräsmaschine mit Digitalanzeige und Kugelrollspindeln </h3>

mit 3 automatischen Bohr-Vorschüben
Rechts- Linkslauf
mit 3-Achs-Diagitalanzeige
Kopf beidseitig schwenkbar 90°
max. Ausladung 750 mm
Vierkantführungen in X- und Z-Achse
Spindelbremse
Tiefenanschlag für Pinole
Vorschub in X/Y/Achse stufenlos regelbar
Vorschub in Z-Achse motorisch verstellbarWerkzeugaufnahme ISO 40
Verfahrwege 950 x 380 x 430 mm
Spindeldrehzahlen stufenlos regelbar von 60 - 3700 U/minTisch L/B 1500 x 305
Abstand Spindelnase/Tisch 0 - 460 mm
Pinolenhub 127 mm
Motorleistung 3,7 kW
Gewicht ca. 1700 kg
Lieferumfang:Pneumatische Werkzeugklemmung
3-Achs-Digitalanzeige, Kühlmitteleinrichtung
Kugelrollspindeln in X- und Y-Achse
Präzisionsmaschinenschraubstock 160 mm Backenbreite,
3 Aufnahmen ISO40/MK4, ISO40/MK3 ISO40/MK2
2 Aufnahmen für Walzenstirnfräser 16 u. 22 mm
Spannzangensatz 15-teilig, 3 - 25 mm
Zentralschmierung
Halogenarbeitsleuchte
KühlmitteleinrichtungSpänewanne
Bedienerwerkzeug




Also, das sieht für meine bescheidenen Augen als HOBBY-TÄTER schon recht ordentlich aus.

Wie sich das dann "anfühlt", dazu irgendwann mehr.

Der Beitrag wurde von sharky bearbeitet: 22.02.2012, 20:23 Uhr
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Beitrag 22.02.2012, 20:52 Uhr
 
 
sharky
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Hätte ich fast vergessen:

Sie hat Kugelrollspindeln.

Auf neudeutsch würdei ich sagen "geil".

Ich hab ein Interview mit dem Vogel gelesen, Trainer vom FC BASEL. Ein hochintelliengter Typ, der es draufhätte, heute die Bayern zu schmeißen.

Der sagte: die neue Definition von geil enthält ja so vieles.

So isses.

Kugelrollspindeln bei einer Maschine für 10k sind geil.

Plus die anderes Features.

Bayern hat heute ein PRoblem. Denn FC Basel hat keine Furcht. Die haben ja Ferguson rausgeschmissen. Der Heynckes wird schon wissen, was ihn erwartet biggrin.gif

Na ja, also in der CL wünsche ich den Bayern auch GLück.

Die Liga entscheidet sich im April. Da sind dann keine Ausreden mehr angesagt.

Deutscher Meister wird zwar nur der BVB, aber die Gladbacher sind ja fast unheimlich.

Spannende Saison, wirklich.

Der Beitrag wurde von sharky bearbeitet: 22.02.2012, 20:54 Uhr
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Beitrag 22.02.2012, 21:40 Uhr
 
 
sharky
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Kommen wir nochmal auf die Zustellung in Y zurück:

Wenn der Vorschub in y nicht vom Kopf, sondern vom Tisch her kommt, verschmutzen natürlich die Führungen, im Gegensatz zu Deckel&Co, wo die Führungen oben sitzen.

Das Konzept ist wirklich nicht ganz einfach zu verstehen.

Wenn ich oben den Kopf verschwenke, auf 11.x Grad Uhrzeigersinn, kann ich, wenn ich die Führung am Tisch habe, in Y trotzdem 90 Grad fahren.

Kann ich mit einer Deckel zwar auch, aber ich kann den Kopf der Deckel nicht um 11.x Grad verschwenken.

Es ist also völlig egal, wenn ich den Kopf verschwenke und an die Kante heranfahre, in welchem Winkel der Kopf steht, weil der 90 Grad-Winkel für die Fräsung vom Tisch kommt.

(Ächz, stöhn, ich hoffe ich hab mich einigermaßen klar ausgedrückt).

Die Verschmutzung der FÜhrungsbahnen ist natürlich tatsächlich ein Thema. Ob sie auf die Genauigkeit Einfluß hat, nun ja. Muß man eben ein bißchen sauberhalten.

Aber egal wie der Kopf steht: unten herum macht der Tisch immer 90 Grad in jeder Richtung.

Der Beitrag wurde von sharky bearbeitet: 22.02.2012, 21:52 Uhr
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Beitrag 22.02.2012, 23:39 Uhr
 
 
Philly
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ZITAT(sharky @ 22.02.2012, 22:40 Uhr) index.php?act=findpost&pid=363785
Aber egal wie der Kopf steht: unten herum macht der Tisch immer 90 Grad in jeder Richtung.


stehe komplett auf der Leitung ... bin aber eigentlich nicht langsam ...

Fahren wird der tisch immer linear in der jeweiligen Achse.
Nur der anstellwinkel des fräsers ändert sich halt. Oder wie meinst du ?

Achja viel Glück mit dem neuen China Kracher .. Verkabelung sieht ja interessant aus !
Und setzten die bewusst auf scheindeutsche Namen ? Oder was ist Zörch ?

Der Beitrag wurde von Philly bearbeitet: 22.02.2012, 23:41 Uhr
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Beitrag 23.02.2012, 00:29 Uhr
 
 
x90cr
canon
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Oh mein Gott so eine stand damals in der Nahegelegenen Bildungswerkstatt allerdings von UNITECH.
Zum basteln gerade so ok aber für mehr auch nicht.
Darum hab ich mir lieber eine 40 Jahre alte Ruhla geholt.
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Beitrag 23.02.2012, 19:06 Uhr
 
 
sharky
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ZITAT(Philly @ 22.02.2012, 23:39 Uhr) index.php?act=findpost&pid=363804
stehe komplett auf der Leitung ... bin aber eigentlich nicht langsam ...

Fahren wird der tisch immer linear in der jeweiligen Achse.
Nur der anstellwinkel des fräsers ändert sich halt. Oder wie meinst du ?

Achja viel Glück mit dem neuen China Kracher .. Verkabelung sieht ja interessant aus !
Und setzten die bewusst auf scheindeutsche Namen ? Oder was ist Zörch ?


Tja dieses Verschwenken des Kopfes auf der Säule, mit dem hat so mancher Verständnisprobleme.

Verfahrwege 950 x 380 x 430

Jetzt habe ich eine Stahlplatte von 1200*600 mm. Und will an den 4 Ecken Bohrungen setzen und parallel zur Außenkontur an den kurzen Seiten eine Nut fräsen.

Sowas in einer Aufspannung!

Dazu verschwenke ich den Kopf, von mir aus, vor der Maschine stehend, gesehen, nach links, sagen wir vielleicht 70 Grad, und hole mir den mit dem Schwalbenschwanz soweit heraus, bis das Werkzeug über der Ecke steht.

Dann mach ich die Bohrung.

Und wiederhole das für die Ecke vorn rechts.

Damit hab ich die Verfahrwege deutlich übertroffen, weil die Platte ja 1200*600 ist, die Verfahrwege aber nur 950*380.

Das kommt eben, weil ich den Kopf verschwenken kann.

Der Vorteil ist, ich kann sowas in einer Aufspannung machen. Aber natürlich nur angezeichnet, nicht gefahren. Weil die Verfahrwege ja kleiner sind.

Das eigentliche Verständnisproblem beginnt jetzt (ist einem Alten Hasen auch schon passiert), wenn wir die Nuten fräsen. Wenn man gewohnt ist zu denken, daß der Vorschub vom Kopf kommt, dann müßte der Fräser ja 70 Grad schräg fräsen.

Tut er aber nicht.

Denn wenn ich den Vorschub mit dem Tisch fahre, fräst er mir exakt parallel zur Außenkontur, also so, wie die Platte auf den Tisch aufgespannt wurde. Allerdings, hier gilt ebenfalls der Y-Verfahrweg von 380. Die 600 schafft er nicht. Um die 600 zu schaffen, müßte man vor Erreichen der 380 mm den Kopf nachverschwenken. Und hätte eine Nahtstelle in der Nut. Oder man einigt sich drauf, die Nuten nur 350 lang zu machen, würde ja reichen, um die Platte ordentlich zu fixieren.

Das Beispiel ist natürlich theoretisch. Es zeigt die Möglichkeiten, die man mit der Kopf-Verschwenkung hat.

@x90cr

War klar, das das kommen würde. Nur mit einer alten Maschine kann man auch Ärger haben, sprich, da ist keine Gewährleistung drauf und wenn die Spindel ausgeleiert ist oder die Führungen jenseits von Gut und Böse, Mahlzeit. Ich traue mir nicht zu, das zu beurteilen. Ist man vom Fach und hat gute Kontakte, kann man mit einer älteren Produktionsmaschine natürlich einen Treffer landen.

Was die Genauigkeit dieser China-Fräsmaschinen betrifft, täuscht du dich aber. Die geht auf das 1/100el, garantiert. Die Chinesen schlafen nicht, und die Taiwanesen als mittlerweile "bessere Chinesen" schon gar nicht.

Aus Taiwan fällt mir ein, VERTEX.

Da kann man ja über die Qualität kaum diskutieren, z. B. Hochdruckspanner habe ich von denen.

Oder ist VERTEX auch Hobby-Etage?

Der Beitrag wurde von sharky bearbeitet: 23.02.2012, 19:15 Uhr
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Beitrag 23.02.2012, 19:44 Uhr
 
 
sharky
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Vorfreude:

MORGEN KOMMT SIE! wink.gif

Vorfreude: Zentralschmierung. Hatte die alte nicht. Die hatte eigentlich gar keine Schmierung außer was man in die Schmiernippel so eingeträufelt hat.

Es wäre mal zu prüfen, wenn die neue da ist, wie die das mit der Kühlung geregelt haben. Die war nämlich bei der alten Maschine jenseits vom Gartenbau, also GARDENA ist um Klassen besser, als was die Chinesen an die alte Maschine drangebaut hatten. KÜhlung war immer Aktion, floß nicht ab, Sumpf lief trocken, oben kam nichts mehr und so weiter ...

Vierkantführungen in X und Z, was heißt das? Wahrscheinlich FLACHBAHNFÜHRUNGEN, vermute ich mal.

Vorfreude: Pinolenhub 127 mm.

Am Pinolenhub fehlt es immer. Der Sprung von 80 (alt) auf 127 (neu) ist für meine Bedürfnisse ideal. 80 war immer zu knapp. Nicht daß man zu faul ist, die Höhe nachzuführen, sondern mit 80mm kann man definitiv keine Bohrung von 100 machen, ohne nachzuführen.

Die automatischen Bohrvorschübe: kann ich mir speziell nichts drunter vorstellen. Muß man sehen.

Meine Idee wäre, die zu mißbrauchen als Gewindeschneidfunktion. Also rechts rein, stoppen, links raus. Für Durchgangsgewinde sollte es gehen. Bei Sacklochbohrungen? Muß man auch sehen. Bisher hab ich das so gemacht: nimm was du brauchst, also der Gewindeschneider hat sich bei loser Pinole selbst reingezogen. Daher war auch kein Längenausgleich erforderlich. Wie sich das bei konstantem Vorschub in Z "anfühlt", muß man sehen. Im Prinzip wär das vorzuziehen, so rein Theoretisch müßten die Gewinde noch sauberer werden.

Jedenfalls also, die Maschine muß erstmal her (MORGEN), dann muß sie zeigen, was sie drauf hat (ÜBERMORGEN). wink.gif

Der Beitrag wurde von sharky bearbeitet: 23.02.2012, 19:48 Uhr
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Beitrag 23.02.2012, 20:07 Uhr
 
 
sharky
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Tja beim Gewindeschneiden hab ich mir wohl in diesem Beitrag meinen ersten BUG geleistet, so geht´s ja natürlich nicht, sondern nur mit Längenausgleich, und dann wär es wie vor.

Wie gesagt, sie ist noch nicht da, ich gehe ÜBERMORGEN mal dran und beginne das Teil zu testen, was es bringt.

Die Zeit und Gelegenheit, 10 Alternativen zu testen, habe ich nicht und denke mal, mit dem Lieferanten kriege ich für´s Geld das, was auf dem Markt zu haben ist. Von dem Lieferanten hab ich schon Artikel bezogen, die woanders deutlich mehr gekostet hätten, aber vom identischen Hersteller kamen (VERTEX). Kaufst du VERTEX im Ebay, kann es passieren, daß du doppelten Preis zahlst. Für den identischen Artikel. Deshalb denke ich, die Maschine ist vom Preis her o.k. Ich hab nirgendwo was vergleichbares günstiger gesehen.
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Beitrag 24.02.2012, 21:22 Uhr
 
 
sharky
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So, Maschine steht, mal ein paar Fotos.

Sie bleibt auf den Kanthölzern stehen. Wie mir ein Fachmann erklärte, müssen solche Maschinen nicht "im Wasser" stehen, und die Kanthölzer nehmen mir schön die Vibrationen weg.

Im Vergleich zu der Vorgängerin hat sie wirklich gute Features. Die gesamte "Anmutung" der verwendeten Bauteile ist 2 Klassen besser als zuvor, z. B. stsatt billiger Plastik-Handräder haben wir jetzt verchromte Kurbeln. Vom Preis her lag die Vorgängerin bei 60 Prozent von dieser, also so ganz billig war die auch nicht gewesen.

Die Maschine macht insgesamt einen sehr wuchtigen Eindruck, bei einer Höhe von 240 cm kein Wunder. Man käme, wollte man die Werkzeuge mit der Hand wechseln, ohne Trittstufe gar nicht aus, daher "paßt" hier das Zubehör pneumatischer WErkzeugwechsel sehr gut.

Abb. 1. Von der Seite kann man sehen, daß der Kopf in Y-Richtung in der Neigung feinjustiert werden kann. Ging bei der Alten nicht, da mußte ich unter dem Drehteller Ölpapier unterlegen. Die Skala zeigt, wie weit man den Kopf in Y noch rausfahren kann, damit kann man jenseits der Verfahrwege auch noch arbeiten.

Zugleich kann man unter Zuhilfenahme der Horizontalverschwenkung des gesamten Armes ein sehr großes Arbeitsfeld abdecken, was insbesondere in X weit jenseits der Zustellung liegt, und in einer Aufspannung in X Stücke bis 1500 oder darüber bearbeiten.

Wenn man über den Verfahrweg hinaus arbeiten will mit Nachführen des Kopfes (Nut ansetzen etc.), muß man natürlich neu antasten. Ich weiß, das ist soweit ein bißchen theoretisch, aber ich hatte schon gelegentlich solche Stücke mit der alten Maschine. Ist natürlich eher im Bereich Schlosserei als Feinmechanik. wink.gif

ABB2: Der Tisch ist schon recht imposant mit seinen 1500 mm. Da kann man von Fräsmaschine sprechen. wink.gif Fräsmaschinen eignen sich ja auch sehr gut zum Koordinatenbohren, dann paßt das.

Rechts vorn im Bild unterhalb des Tisches sieht man den Hebel für die Zentralschmierung.

Und vorn, ich weiß ja nicht, welche Ansprüche Profis haben, die für meinen Geschmack sehr ordentliche verchromte Kurbel, welche ja auf einer Kugelrollspindel sitzt. Um mit der Hand zu kurbeln, muß man sie gegen einen Federdruck einrasten, ansonsten laufen die mit dem Motor so ein bißchen mit (wegen der Reibung auf der Welle), greifen aber nicht ein.

ABB3: Der Pneumatische Werkzeugwechsel erfolgt mit diesem Schalter. Weißer Knopf (oben) Werkzeug verriegeln, Schwarzer Knopf (unten) Werkzeug raus. Ich hatte heute nur mit rein das Vergnügen, ist wirklich GEIL, raus ging nicht mehr. Rückruf beim Lieferanten ergab: Ursache wahrscheinlich Pinole nicht in Anschlagstellung oben, dann kann der Auswerfer nicht greifen, werd ich morgen testen. Im Prinzip funktioniert die Sache so, daß die Pneumatik die 16mm Gewindestange eben raus- und reindreht.

ABB4: Der Auto-Bohrvorschub (kommt vom Kopf, von der Pinole, nicht vom Tisch) hat insgesamt 3 Bedienschalter. Rechts am Kopf ist on/off (also die Schnecke aus/einkuppeln), links am Kopf wie hier zu sehen kann man 3 Geschwindigkeiten wählen. Die Sache geht in Betrieb, wenn man den Hebelgriff unten zur Seite drückt, dann marschiert die Pinole los. Läßt man los, geht sie über die Federspannung wieder zurück. Wollte man mit sowas Gewinde schneiden, müßte die Steigung exakt mit dem Vorschub übereinstimmen. Mal sehen, ob es bei irgendeinem DIN-Gewinde passen sollte.

ABB5: zeigt den Kopf von vorn, von der Bedienerseite. Rechts der schon erwähnte Schalter für die Schnecke des Bohrvorschubs.

Eine weitere Schnecke fährt die Verschwenkung des Kopfes in X. Dazu muß man die Arretierung lösen, und zwei von den 4 Arretierschrauben sieht man direkt neben der Schnecke, die anderen sind unter dem Handrad für den Pinolenvorschub etwas versteckt. Das ist eine SEHR GUTE Anordnung, bei der alten Maschine mußte man nämlich HINTER DEM KOPF mit unglaublichen Verrenkungen 3 Arretierschrauben lösen, wo man gar keinen Hebel hatte. Während diese 4 Schrauben auf der Frontseite hervorragend erreichbar sind.

Den Kopf verstellen mach ich zwar eigentlich nie, weil der immer auf 1/100 schön vertikal zu stehen hat und man sich den Aufwand mit der Meßuhr nicht versauen will, aber wenn, dann so. Und nicht wie es vorher war.

Außerdem sieht man noch, daß der Längenanschlag der unendlich langen Pinole (125 mm Bohrtiefe) sehr schön sauber ausgeführt ist mit den beiden darauf laufenden Muttern, und auch sehr gut einsehbar und einstellbar. Nun wird vielleicht mancher sagen, das ist doch normal, nun, bei meiner alten Maschine war es nicht so.

ABB. 6 zeigt den Anteil der Pneumatik, die auf dem Kopf montiert ist. Es funktioniert so, daß die Pneumatik den Auswerfer gegen den Federdruck der hier zu sehenden Feder nach unten drückt, damit sie in die Gewindestange eingreifen kann, und dreht dann rechts- oder linksherum, um das Werkzeug zu verriegeln oder freizugeben.

ABB. 7 zeigt das Bedienpult (Bild etwas mißglückt, PAINT statt ADOBE PHOTOSHOP), man kanns aber erkennen.

Der Witz ist, und wer wie ich jahrelang gekurbelt hat, weiß das SEHR zu schätzen, daß der Tisch in Z nun einen sehr kräftigen Motor hat, und die Bedienung erfolgt über die markierten Tasten rauf/runter. Feineinstellung muß man dann mit der Hand machen. Also, das paßt.

ABB. 8: Blick auf den Schaltkasten. Ich bin zwar kein Elektriker, aber auf mich macht das einen sehr sauberen Eindruck.
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Beitrag 24.02.2012, 21:24 Uhr
 
 
sharky
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Letzte Abbildung (paßte wg. Speicherplatz in den vorherigen Beitrag nicht mehr rein):

ABB 9: Der Taiwan-Kopf. Ist eben nicht China, ist Taiwan.

Die stufenlose Drehzahlregelung gerade im laufenden Betrieb ist eine SEHR GUTE IDEE. Man macht es mit dem Handrad. Es laufen zwei Kegelräder mit Riemen gegeneinander.

Wenn man dagegen stellt, ein im Ölbad laufendes Getriebe, nun, da kann man laufenden Betrieb nichts machen, anhalten, umschalten, dabei mit der linken Hand die Pinole einrasten, bis es paßt und so weiter. Dieser Riemenantrieb ist da einfach praktischer.

Vor allem aber: er läuft, im Vergleich zu einem China-Getriebe, extrem leise. Der schnurrt geradezu.

Die Drehzahl sieht man in den beiden Fenstern für LOW/HIGH. Das bezieht sich auf ein zweistufiges Getriebe, was zwischengeschaltet ist.

Ich hatte ja an meine Drehbank einen Drehgeber eingebaut, der die Drehzahl auf wenige Umdrehungen genau mißt. Man könnte das auch hier machen, allerdings sehe ich im Augenblick keine Veranlassung dazu. Man paßt die Drehzahl ja eher so an, daß es "sauber läuft", also das Werkzeug gut im Schnitt ist und keine Vibrationen aufkommen, also mit dem Auge und dem Ohr, als daß man exakte Drehzahlen einzustellen hätte.

So, das war so der erste Eindruck von der Maschine.

Sie hat gute Features, macht einen sehr ordentlichen Eindruck und ist auf jeden Fall um 2 Klassen besser als das, was ich vorher hatte.

Wie sie sich so im laufenden Betrieb darstellt bzw. "anfühlt", muß man sehen.

Der Beitrag wurde von sharky bearbeitet: 24.02.2012, 21:29 Uhr
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Beitrag 25.02.2012, 16:04 Uhr
 
 
Stefan84
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Hi Sharky,

sieht mir ziemlich nach einer Optimum-Maschine aus. Wahrscheinlich wird die Maschine in Massen produziert und jeder Einzelne macht seine Lackierung, Aufkleber, etc. drauf. Ich hab damals mit solch einer Maschine gearbeitet. Im Großen und Ganzen war das Preis-Leistungs-Verhältnis ganz gut.

Die Spindel hatte bei Zeiten einen Lagerschaden, jedoch konnte man noch gut damit fräsen.

Pass jedoch auf, dass du relativ dünnflüssiges Öl für deine "Zentralschmierung" verwendest. Bei mir fing es mit der Zeit an zu verharzen und zu verstopfen und man musste deutlich stärker pumpen.

Das mit der Kugelumlaufspindel kann ich noch nicht ganz glauben. Hast du wirklich kein Spiel, wenn du die Handräder nach links und rechts bewegst? An der Optimum-Maschine konnte man eine Trapezspindel sehen wenn man von unten auf den Tisch schaute.


MfG Stefan
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Beitrag 26.02.2012, 16:51 Uhr
 
 
sharky
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ZITAT(Stefan84 @ 25.02.2012, 16:04 Uhr) index.php?act=findpost&pid=364128
Hi Sharky,

sieht mir ziemlich nach einer Optimum-Maschine aus. Wahrscheinlich wird die Maschine in Massen produziert und jeder Einzelne macht seine Lackierung, Aufkleber, etc. drauf. Ich hab damals mit solch einer Maschine gearbeitet. Im Großen und Ganzen war das Preis-Leistungs-Verhältnis ganz gut.

Die Spindel hatte bei Zeiten einen Lagerschaden, jedoch konnte man noch gut damit fräsen.

Pass jedoch auf, dass du relativ dünnflüssiges Öl für deine "Zentralschmierung" verwendest. Bei mir fing es mit der Zeit an zu verharzen und zu verstopfen und man musste deutlich stärker pumpen.

Das mit der Kugelumlaufspindel kann ich noch nicht ganz glauben. Hast du wirklich kein Spiel, wenn du die Handräder nach links und rechts bewegst? An der Optimum-Maschine konnte man eine Trapezspindel sehen wenn man von unten auf den Tisch schaute.


MfG Stefan


Hi Stefan,

als erstes zu deiner letzten Frage:

Ich hatte bei der Vorgänger-Maschine Trapezgewindespindeln mit einem Totspiel in X von ca. 6 Umdrehungen. Hier im Forum hatte mal einer gefragt, ob die bei so einem Totspiel überhaupt eine Spindel hätte wink.gif Da lag er dicht dran, aber die Folgerung wäre gewesen, daß ein Spindellager in X defekt war, und so war es auch, wie ich später herausgefunden hatte. Da war die Maschine aber schon verkauft, interessierte mich nicht mehr. Was sowas beim Einstellen von Koordinaten bedeutet, kannst du dir bestimmt vorstellen. wink.gif

Also: Man sieht es auf den Fotos vielleicht nicht so gut, aber die ganze Lagerung der Spindeln für den Tisch, das sind sehr hochwertige massive Bauteile, mit der Vorgänger-Maschine in Trapez überhaupt nicht zu vergleichen. Möglicherweise bzw. wahrscheinlich ist das sogar Edelstahl. Wer soviel gelitten hat wie ich (siehe oben), kann sich da nicht irren. NULL TOTSPIEL, FAKT. Es sind garantiert Kugelrollspindeln.

Kommen wir mal zu Optimum. Tatsächlich haben die mit der MF4 einen ähnlichen Typ im Programm. Die Ähnlichkeit ist aber sehr begrenzt. Und das macht mir hier besondere Freude festzustellen:

Die bauähnliche Optimum hat ohne jedes Extra bereits einen Preis von 12400 Euro netto + MWST.

Sie liegt im Gewicht deutlich drunter (ca. 1200 kg)

Sie hat keinen Taiwan-Kopf mit Riemenantrieb (stufenlos), sondern 8stufiges Getriebe (kann also nicht baugleich sein). Die Taiwan-Köpfe sind aber wesentlich hochwertiger und damit teurer.

Dafür hat sie aber einen FU. Nun gut. FU in Verbindung mit Getriebe ist auch gut, aber nicht baugleich.

Dann haben sie nur in X und Z Motorantrieb.

Zentralschmierung wird nicht erwähnt, ist also vermutlich nicht vorhanden.

Pneumatische Werkzeugklemmung: Fehlanzeige.

Kugelrollspindeln: Fehlanzeige.

Geht aber noch weiter:

Von 1200 auf 1700 kg ist große Differenz.

Was auch nicht stimmt: mein x-Verfahrweg sind gemessene 920 mm.

Opti gibt 800 mm an.

Daher kann ich die Opti MF4 ziemlich genau identifizieren:

Es handelt sich um ein vergleichbares Pendant der X6328 B, mit etwas größerem Verfahrweg, ohne den 3. Motor, welche von meinem Lieferanten incl dem 3. Motor für 8000 Euro angeboten wird. Und das mit Taiwan-Kopf, also stufenloser Drehzahlregelung. Die Opti hat dann den China-Kopf drauf mit FU, ist vergleichbar. Nur daß der Getriebkopf natürlich höllisch Krach macht, was beim Taiwan-Kopf nicht der Fall ist. Aber vergleichbar.

Diese mit der X6328B vergleichbare Opti MF 4 kostet mit 12400 Euro schlappe 4400 Euro mehr. NETTO!"

Mit den Extras, die meine neue hat, Kugelroll, Pneumatischer Werkzeugwechsler, würde die Opti weit jenseits von 15000 Euro kosten.

So sehr ich mit der Drehbank auch zufrieden bin:

Da mach dir mal keine Sorgen, daß ich mir bei dieser Preisgestaltung in dieser Maschinenklasse eine Opti gekauft hätte. wink.gif

Der Beitrag wurde von sharky bearbeitet: 26.02.2012, 17:02 Uhr
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Beitrag 26.02.2012, 17:19 Uhr
 
 
sharky
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Zur Zeit gibt es nur einen kleinen Wermutstropfen:

Maschine steht, man kann nichts damit machen, weil die pneumatische Werkzeugklemmung das Werkzeug nicht herausrückt.

Da war zum Testen eine leere Weldon-Aufnahme SK40 drin. Jetzt hängt die fest.

Drückt man den Preßluftschalter für Werkzeug auswerfen, geht der Kopf gegen die Federspannung abwärts und nichts passiert außer pfffffffffffffffffffffffffffffffff....

Vermutete Ursache : der kann nicht eingreifen, greift ins Leere, kann also die Gewindestange nicht zurückdrehen, um das Werkzeug freizugeben. So wird es wohl auch sein. Nur die vom Lieferanten empfohlene Abhilfe:

Pinole in Anschlagstellung oben

reicht nicht hin, es kommt nicht frei.

Ich erreiche den Lieferanten am Wochenende nicht, darf daher mal selbst denken:

Die Pneumatik arbeitet höchstwahrscheinlich mit einer Klauenkupplung. Die muß dann neben der Gewindestange in die Gegenklauen einrasten und dreht sie herein oder heraus (links/rechts).

Wenn sie jetzt beim Auswerfen abtaucht, greift sie aber nicht. Die Klauen kommen nicht rein.

Ich vermute als Ursache: Die Werkzeugaufnahme sitzt gegen die Backen der Spindel auf. Also nicht so, daß die Backen in die Nuten der Aufnahme eintauchen, sondern sondern es wurde so geklemmt, daß die Backen der Spindel auf Oberrand Aufnahme sitzen. Das Werkzeug ist also nicht wirklich richtig drin, sieht man daran, daß es eiert. Da der Vorgang sekundenschnell geht, hab ich nicht drauf geachtet. Ich wurde auch nicht drauf hingewiesen, darauf zu achten.

Man müßte es jetzt lösen und neu einführen so, daß die Backen der Spindel in der Nuten der Aufnahme zu sitzen kommen.

Dafür müßte man es aber erst einmal lösen.

Die SPindel gegen das Werkzeug zu verdrehen (mit Gewalt) würde nichts bringen, da damit die Anzugsstange nicht betroffen wäre.

Ich vermute, man muß die ganze Pneumatik oben herum abbauen, die Anzugstange mechanisch lösen und den Kram wieder zusammenbauen.

Bei Neumaschine mit Garantie gehe ich da aber erstmal nicht dran.

Wie heißt es so schön: auseinanderbauen kann jeder. wink.gif

Trotzdem, ärgert mich natürlich.

Jetzt hab ich die für meine Vorstellungen beste Fräsmaschine aller Zeiten, habe Zeit und kann nicht dran rumspielen.

Shit happens. wink.gif

Der Beitrag wurde von sharky bearbeitet: 26.02.2012, 17:32 Uhr
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Beitrag 27.02.2012, 18:54 Uhr
 
 
sharky
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Heute fielen die ersten Späne. wink.gif

Vorher war ein kleines Problem zu lösen mit der pneumatischen Werkzeugklemmung. Ist zwar Taiwan, nicht China, aber Anleitung war keine dabei. Da muß man sich irgendwie selbst helfen.

Abb.1: Maschine in "Ganzkörperaufnahme". Höhenangabe muß ich korrigieren, die ist nicht 2,40 m, sondern 2,55 m hoch. Nichts für den Hobby-Keller.

(Reihenfolge der Abbildungen (unfreiwillig): 2, 3, 4, 5, 6, 1, also Nr. 1 steht ganz hinten)

Der obere Pfeil zeigt auf die Spindelbremse. Die wurde vom Konstrukteur vorgesehen wegen der enormen Höhe, man benötigt zum Werkzeugwechsel einen Tritt und kann dann unten an der Pinole nicht mehr gegenhalten, daher Spindelbremse.

Unterer Pfeil zeigt auf die Abdeckung des Motors für die Vertikalbewegung des Tisches. Bei der Vorgänger-Version hing der noch wie die Motoren in X+Y auf Aufsatzmotor vorn dran, jetzt ist er integriert und wesentlich stärker, braucht es bei dem Tisch auch. Der hat bestimmt wesentlich mehr als 200 kg.

Die kleinen vertikalen Pfeile zeigen auf die Endschalter. Alles ausgetestet in 3 Achsen, alles richtig eingestellt, die Endschalter sind gefedert (vorher waren das nur Metallklötzchen), alles macht soliden Eindruck. Von den 920 mm in X hab ich auf 890 reduziert, damit der Tisch nicht bis zum Abwinken rausfahren kann. 890 sind auch auch ohnehin ein Wahnsinn.

Kommen wir mal zu dem Problem mit dem pneumatischen Werkzeugwechsler von Vertex. Den Fehler hab ich falsch vermutet, ich hätte gar nicht demontieren müssen, aber nun, da es so war, mal einen Blick drauf geworfen.

Die Konstruktion ist simpel, einfach, mechanisch = SEHR GUT. Nimmt man den Pneumatik-Motor ab (Abb. 2), sieht man, der ist nur mit 3 Inbus stumpf draufgesetzt und darunter findet sich einfach eine Anzugsstange mit Multiverzahnung, gegenüber der herkömmlichen mit Sechskantkopf. Der Vertex fährt nun runter, bis er im Eingriff ist, und dreht nach rechts oder links. Das ist so geregelt, daß jede Richtung einen Druckluftanschluß hat.

Jetzt zu der Spindelbremse. Um das Werkzeug zu lösen, braucht man eine Trittleiter, und oben hängt die KLemmzange schon dran (Abb. 3). Der Zollstock bezeichnet die 2m-Höhenlinie. Hält man jetzt mit der Bremse dagegen, kann man die Anzugsstange lösen. Gar kein Problem.

Nur daß es im Anschluß auch nicht funktionierte. Der Vertex gab das Werkzeug nicht heraus.

Die Lösung fand sich nach einigem Herumprobieren, und ist in Abb. 4 zu sehen. Man sieht auf der im Bild vorn liegenden Seite ein gezahntes Einstellrad. Daran hat es gelegen. Dreht man das im Uhrzeigersinn, geht gar nichts mehr, bei 1/4 Drehung bedient er die Seite Rechtslauf, macht man weiter auf, kommt irgendwann der Linkslauf dazu (Werkzeug freigeben). Entweder regelt der die Luft (was nicht nötig wäre, wir haben ja ein Reduzierventil am Preßlufteingang), oder er regelt so etwas wie die Rutschkupplung. Etwas in der Art muß vorhanden sein, wenn die Stange angezogen ist, muß er ja durchrutschen. Um die Frage zu klären, baue ich das Ding aber auf keinen Fall auseinander, so neugierig bin ich nun doch nicht. wink.gif

Man sieht, wie einfach der Aufbau ist.

Diese pneumatische Werkzeugklemmung kann man daher problemlos für alle Maschinen nachrüsten, welche das Werkzeug mit einer Gewindestange klemmen. Also eigentlich alle konventionellen Vertikalfräsmaschinen. Wieviel das kostet: exakt 500 Euro. Man muß dann nur ein paar Löcher bohren, das Zubehör befestigen und fertig. Kann man in 2-3 Stunden schaffen.

DENN: die pneumatische Werkzeugklemmung ist wirklich klasse. Ranhalten, Druckluftschalter drücken, dauert 2-3 Sekunden, ist das Werkzeug verriegelt. Und die Spindelbremse, die man ja jetzt nicht mehr braucht, dient nun dazu, den Nachlauf der Spindel sofort zu stoppen, um den Werkzeugwechsel noch schneller zu machen. Das wird bei Stufenbohrungen eine Super Sache, wenn man mit 5-6 Werkzeugen durch muß.

Abb. 5: Für die "Ungläubigen" mal ein Foto von der Kugelrollspindel in x. Die dürfte mit mehr als 1 Zoll Durchmesser auf die Länge nicht ganz billig sein, abgesehen von der Mutter, abgesehen davon, daß in Y auch eine verbaut ist. Man kann ja solche SPindeln nicht nachrüsten. Das macht die Maschine nicht nur hochwertiger, sondern man hat absolut kein Totspiel mehr, bei Einstellarbeiten, Antasten usf. ist das natürlich auch suppi.

Letztes Bild, Abb. 6:

Die ersten Späne. 18mm HSS in Alu mit Zustellung 10mm.

Dazu muß man sagen: die Motorspindel ist WESENTLICH STEIFER als bei der Vorgänger-Maschine. Da rappelt und klappert nichts, Spiel wenn vorhanden müßte ich mal nachmessen. Da die Kugelrollspindel kein Totspiel hat, haben natürlich auch die Motoren kein Totspiel. Daran muß man sich erstmal gewöhnen, daß sie sofort umschalten.

Es sind bei dieser (vorsichtigen) Zustellung ABSOLUT NULL Vibrationen in der Maschine. Die läuft da durch wie durch Butter.

Das beste aber sieht man hier nicht und kann es auch nicht sehen: Sie arbeitet fast geräuschlos. Wie eine Nähmaschine. Eigentlich, im Vergleich mit einer Getriebemaschine, macht sie überhaupt keine Geräusche. Und das bei 2000 Umdrehungen, wo zuvor richtig Gepolter war, vor allem unter Last. Die Neue schnurrt eher wie eine Katze.

Also ich bin bisher super zufrieden damit und auch mit dem Preis.

Der Beitrag wurde von sharky bearbeitet: 27.02.2012, 19:02 Uhr
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Beitrag 27.02.2012, 19:29 Uhr
 
 
sharky
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Zu der Kugelrollspindel fällt mir ein die alte Diskussion Gleichlauf oder Gegenlauf. Bei CNC-Maschinen soll ja gleichläufig gefräst werden.

Mit einer konventionellen Trapez-Spindel gleichläufig zu fräsen ist aber fast Selbstmord, oder sagen wir mal Maschinen-Mord.

In dem Augenblick, wo das Werkzeug eine Kante faßt, und in der Spindel noch irgendein Spiel ist, zieht sich das Werkzeug den Tisch um diesen Betrag herüber, im Bruchteil einer Sekunde, Millisekunde, so schnell kann man gar nicht gucken, und peng, verkeilt sich der ganze Antriebsstrang. Sowas passiert z.B., wenn man in Y geht und das Ende der Fräsbahn erreicht ist. Dann steht das Werkzeug auf der "Ecke" der Fräsbahn, wonach kein Material mehr folgt, und hat die Möglichkeit, in Fräsrichtung um die Kante zu laufen. Dann passiert es.

Das sind "dramatische" Momente, die die heutigen Azubis wahrscheinlich gar nicht mehr kennen, weil sie eh an CNC-Automaten ausgebildet werden, wo das so nicht vorkommen kann.

Ich hab´s aber mehrfach erlebt, das geht einem durch Mark und Bein, wenn 5KW mit Untersetzung plötzlich die Maschine auseinanderreißen wollen. Das ist ein Drehmoment, das kann man sich nicht wirklich vorstellen. Da hilft nur Notaus, und alles muß neu ausgerichtet werden.

Diese "erhebenden" Momente dürften bei Kugelrollspindel demnächst der Vergangenheit angehören.

Allerdings ist man bei konventionellem Antrieb meiner Meinung nach mit Gegenlauf trotzdem auf der besseren Seite. Die Frage wäre, bringt der Gleichlauf besseren Durchsatz oder bessere Oberflächen, muß ich testen.

Der Beitrag wurde von sharky bearbeitet: 27.02.2012, 19:33 Uhr
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Beitrag 28.02.2012, 19:15 Uhr
 
 
sharky
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Die Ausrichtung des Maschinenkopfes

Dazu folgende Abbildung ausrichten.jpg

Für mich ist das die erste Maschine, die man in Y überhaupt ausrichten kann. Zuvor hab ich an dem großen Drehteller, auf dem der Arm sitzt, mit Ölpapier unterlegt. Ging auch, aber hier ist es konstruktiv vorgesehen.

Nach dem Transport (um unter der 2 m-Tür durchzukommen, mußte der Kopf in X natürlich fast 90 Grad geneigt werden) stand der Kopf in X natürlich irgendwo pi mal Auge. In Y wurde eine Abweichung von 2/10 auf die Meßstrecke von ca. 300mm festgestellt.

Um in Y zu verstellen, müssen die markierten 3 Arretierschrauben rechts im Bild gelockert werden. Wer wie ich Angst hatte, jetzt würde einem der Himmel auf den Kopf fallen, hatte sich umsonst gesorgt. Die vertikal stehende Einstellschraube hält den Kopf natürlich, damit der Himmel bleibt, wo er hingehört. wink.gif

Mir fiel auf, daß die Einstellung in Y viel einfacher war als die in X. Bei der Suche nach dem Grund hab ich mal die Umrisse der gegeneinander gelagerten Rundprofile markiert. Man sieht, die sind in X und Y exakt gleich groß. Allerdings sitzt die Einstellschraube in Y deutlich AUSSERHALB des Radius, im Gegensatz zu der in X.

Man darf daher folgendes vermuten: In X handelt es sich um eine Schnecke, die an der Peripherie in einen Gewindekranz eingreift. In Y kann es nicht so sein, weil die Schraube außerhalb vom Radius sitzt. Daher gehe ich davon aus, daß es in Y einen radialen Ausleger geben muß, auf dem die Einstellschraube aufsitzt.

Daher ist hier der Hebelarm beim Einstellen länger, was feineres Justieren ermöglicht, möglicherweise (weiß ich aber nicht) ist die Steigung dieser Schraube auch etwas feiner als die Schnecke für den Weg in X.

Insgesamt läßt sich Y butterweich einstellen, mit einem 19mm Schlüssel, man würde sich aber, wenn es auf das letzte Hunderstel geht, einen 19mm mit Verlängerung wünschen.

Beim Einstellen ist es ja so, daß man leicht überkorrigieren kann. Das ist Mist, weil man dann wegen dem Totspiel der Einstellschraube mindestens eine Umdrehung zurück und wieder neu "anfahren" muß. Hat die Schnecke bzw. Einstellschraube Spannung, anstatt daß sie im Totspielbereich sitzt, ist die Arretierung natürlich nochmal stabiler. Im Kampf um das letzte Hunderstel auf 300 mm Meßstrecke spielt natürlich auch die Spannung der Arretierschrauben zunehmend eine Rolle. Ich mach es so, daß ich sie dann öfter mal komplett löse, wieder anziehe und sehe, was die Meßuhr dazu meint.

Insgesamt hab ich mich in X ziemlich abgemüht, so 5 Minuten waren es bestimmt, bis das letzte 100el fiel.

In Y ging das wesentlich schneller.

Der Grund ist, daß X die Schnecke haben muß, weil ja bis 90 Grad gehen sollen. In Y ist, das geht aus der markierten Geometrie ganz eindeutig hervor, nur eine Feinkorrektur vorgesehen. Genauso ist es ja auch gewünscht.

Wie man an diesen Details sieht: die Maschine ist konstruktiv sehr gut durchdacht und daher praktisch in der Handhabung.

Zu der Spindel kann ich schon vom "Anfühlen" her sagen, weil ich weiß, wie sich eine Spindel mit 2/100 Spiel "anfühlt", von den 2/100 ist sie garantiert meilenweit entfernt. Die ist extrem stabil. Werde ich als nächstes mal vermessen. Würde mich wundern, wenn da mehr als 5/1000 herauskommen würden. Sind zwar keine Keramiklager, aber ich hab´s so im Gefühl.

Der Beitrag wurde von sharky bearbeitet: 28.02.2012, 19:23 Uhr
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Beitrag 28.02.2012, 19:52 Uhr
 
 
sharky
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Vielleicht kann mir von den Profis mal jemand einen Tipp geben, nämlich,

wie man das Spiel der Motorspindel am besten vermißt.

Wer mißt, mißt Mist, ist schon klar.

Ich kann mir vorstellen eine statische Vermessung mit dem Haimer 3D-Taster.

Dann ist die Spindel aber nicht in Betrieb und vor allem nicht unter Last.

Wie machen das die Profis, wenn sie wissen wollen, ob das Spiel noch im Bereich liegt?

Danke für Antworten.

Der Beitrag wurde von sharky bearbeitet: 28.02.2012, 19:55 Uhr
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Beitrag 28.02.2012, 21:48 Uhr
 
 
FlorianVA
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Feinzeiger-Uhr in Spindelkonus und drehen. Wert ablesen.
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Beitrag 28.02.2012, 23:08 Uhr
 
 
sharky
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ZITAT(FlorianVA @ 28.02.2012, 21:48 Uhr) index.php?act=findpost&pid=364460
Feinzeiger-Uhr in Spindelkonus und drehen. Wert ablesen.


Geht es etwas ausführlicher?

Der Beitrag wurde von sharky bearbeitet: 28.02.2012, 23:09 Uhr
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Beitrag 28.02.2012, 23:39 Uhr
 
 
FlorianVA
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Hallo,

stelle eine Magnetständer-Mess-Uhr auf deinen Maschinentisch. Messuhr sollte 1/100 oder kleiner anzeigen.
Dann fährst Du ohne Werkzeug mit deinem Spindelkonus so hin, daß der Messfühler der Uhr den Konus berührt. Danach drehst Du die Skala der Messuhr auf Null. Nun bewegst Du mit der Hand deine Spindel. Folglich siehst Du einen Zeiger-Ausschlag wie viel deine Spindel Spiel hat. (mit Werkzeug drin Siehst Du das Werkzeugspiel) Setzt Du die Messfühler an die Mitnehmer der Konusaufnahme und wackelst leich (zuvor höchsten Gang einlegen) so bekommst Du das Motorspiel.
Setzt Du den Messfühler an die Y-Achse und kurbelst in X zeigt der Zeiger deine "echten Verfahrweg" im Vergleich zur Anzeige (Totspiel Überprüfung)

Gruß Florian
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Beitrag 29.02.2012, 18:03 Uhr
 
 
sharky
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@florian va

Danke für den Hinweis, ich hab´s so gemacht wie von dir vorgeschlagen.

Das Ergebnis ist, mit 1/100 Meßgenauigkeit kommt man nicht aus, weil das Spindelspiel sowohl innen als auch außen gemessen deutlich unterhalb 1/100 liegt.

Dazu sind die Meßfühler auch recht kurz und die Halterung ziemlich klobig, so daß vor allem die Innenmessung so´n bißchen wackelig aussieht. Man sollte sich dafür eine Halterung bauen (es muß ja nichts verstellt werden, kann man alles mit dem Tisch anfahren) und einen Millimess von Mahr einsetzen mit 1/1000. Hab ich im Moment nicht greifbar.

Mit dem Haimer wär es vielleicht auch möglich. Wenn man den vernünftig ausrichtet, hätte man das Spiel im Abstand von ca. 100 mm außerhalb der Spindel.

Den Haimer kann ich aber nicht spannen (Foto), weil diese Gewindeeinsätze von M16 innen auf M12 oder M10 oder so außen mit dem roten Rand haben nämlich einen Übergang zum Außengewinde, und dort setzt die Stange auf. Man kann die, abgesehen davon, daß die sicher gehärtet sind, auch nicht ausdrehen, weil man dann in den Bereich des Außengewindes gelangen und die sozusagen zerlegen würde.

Es würde nur helfen, die Anzugsstange zu kürzen. Dann wären aber die normalen SK40 Aufnahmen mit Durchgangsgewinde natürlich nur sehr knapp geklemmt, anstatt in der vollen Länge. Muß ich mal drüber nachdenken bzw. sicherheitshalber eine Ersatzstange für den Vertex besorgen.

Wenn die 100el Uhr analog genau anzeigt, würde ich das Spiel auf ca. 0.2 - 0.3 vom Hunderstel schätzen. Aber ich bin mir bei der Uhr nicht sicher. Sowenig wie mit dem Puppitaster, der eine sehr kleine Skala hat.

Gruß Sharky

Der Beitrag wurde von sharky bearbeitet: 29.02.2012, 18:09 Uhr
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Beitrag 29.02.2012, 20:01 Uhr
 
 
sharky
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Es wurde ja hier schon angesprochen, Mitbewerber.

Ich hab gerade einen Klon von meiner Maschine im Ebay entdeckt. Kleinere Version, Zustellung in X nur 800 mm anstatt 920. Und nur 1200 kg, nun, die 1700 kg müssen nicht stimmen, aber 1700 sind nicht 1200.

Ich erkenne das an bestimmten Baugleichheiten.

Da wir gerade beim Rundlauf der Pinole sind:

ZITAT:

<li>Hohe Rundlaufgenauigkeit durch Kegelrollenlager, kleiner als 0,01 mm in der Pinole gemessen
ZITAT ENDE

Bei meiner will ich es dann aber schon genauer wissen.

Was bieten wir Mitbewerber? :

Wir haben keine Kugelrollspindeln.

Pneumatische Werkzeugklemmung? Fehlanzeige.

Keinen Motorvorschub in Y. Hallo? Was soll denn sowas? ?? ????

Zubehör? Spannzangensatz, Schraubstock etc? Fehlanzeige.

Und wir haben, um dem Faß den Boden auszuschlagen, noch nicht mal Digitalanzeige. Hallo?!!!! wow.gif

Wir sind aber, bitte festhalten, mit der abgespeckten Version bei dem Ebay-Preis von exakt:

NETTO 12.402 EURO + MWSt = 14957 Euro.

Nun gut, irgendwovon muß ja jeder leben.

Wenn man auf diese abgespeckte kleine Ebay-Version noch 5000 drauflegt, hat man eine wie meine. wink.gif bitte.gif

Meine hat aber netto nur 10k gekostet.

Haha.

Das sind so die Wohlfühlmomente im Leben. tounge.gif

Und der gute Grund, warum die Mitbewerber ihre Bilder nur sehr klein und verschwommen zeigen. Die haben einiges zu verbergen. Oder eher eine Menge.

Unfaßbar.

Der Beitrag wurde von sharky bearbeitet: 29.02.2012, 20:13 Uhr
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Beitrag 29.02.2012, 20:40 Uhr
 
 
sharky
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Unfaßbar? Nee, faßbar. Man kann im Internet ja nachsehen.

Also, diese Maschine, kleiner als meine, kann man aufrüsten. Z.. B. die Digitalanzeige brutto auf die 14957 Euro zugekauft, notiert mit:

400 Euro für die Anzeige
Überschlägig 2x270=540 + 1x330 für die Glasmeßstäbe.
Zzzgl. 297 für Werksmontage, macht dann einen Aufpreis von knapp 1600 für die Digitalanzeige. Na wer sagt´s denn. Alles ist machbar.

Kommen dann noch schlappe 558 für den fehlenden Motor in Y hinzu, sowie, wir können es auch, für exakt den Vertex-Pneumo_wechsler, der bei mir drauf ist, nochmal 702 Euro.

Damit sind wir bei 15000 Euro + 1600 + 1200 = 17800 Brutto. Fehlen jetzt nur noch die Kugelrollspindeln.

Wenn verfügbar, wäre damit die 20.000er Marke brutto deutlich überschritten. Ist aber nicht verfügbar.

Dazu, das Zubehör, Spannzangensatz und Schraubstock und so weiter, will ich gar nicht erwähnen.

Ich frag mich, wieso die Leute beim Aldi in 10 Cent rechnen und hier angedacht ist, eine Maschine für fast den doppelten Preis über die Theke zu schieben.

Nun, ich bin kein Marktforschungsinstitut.
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Beitrag 29.02.2012, 21:15 Uhr
 
 
sharky
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Nun, für den beinahe doppelten Preis hat man beim Mitbewerber zudem billige Plastikräder und keine Chrom-Kurbeln. Ist was für Masochisten.

Deshalb schreib ich aber nicht, sondern:

DETAILS, DETAILS (Abb. Foto).

Wozu ist bloß dieser mit dem Pfeil markierte elektrische Taster da?

Wer nicht gleich drauf kommt, die Lösung findet sich in diesem Beitrag. wink.gif

Mir fiel auf, nach Einstellarbeiten am Kopf, daß der Tisch sich motorisch nicht mehr verstellen ließ. Ich dache erstmal Endschalter, war aber Quatsch, war alles mitten im Bereich.

Woran lag es?

Es lag daran, daß dies Maschine so gut konstruiert ist, daß der Konstrukteur sogar Körperverletzung vermeiden wollte. Ist eben Taiwan, ist nicht China.

Wenn man den Tisch elektrisch verstellt, würde ja die Kurbel für Z gleich anfangen mitzulaufen, und würde man die vor die Knochen kriegen, könnte das höchst unangenehm sein. So ähnlich wie beim BVB, nur die kriegen Kohle dafür, daß die auf der Ersatzbank sitzen und unsereiner nicht.

Der Schalter trennt den Modus: Handkurbel eingeklinkt und Handkurbel ausgeklinkt. Ist die Handkurbel drin, ist der Elektroantrieb OFF.

Bei dem ziemlich brutalen Hebel der Handkurbel in Z, ca. 50 cm, ist das eine sehr gute Idee, den würde man nämlich voll vor das Knie kriegen. Der Konstrukteur dieser Maschine hatte überhaupt nur gute Ideen.

Das mag historisch daraus hervorgegangen sein, daß der Verstellmotor in Z ja ursprünglich auf der Achse der Handkurbel in Z gesessen hat, als Aufsatzmotor wie jetzt noch in X und Y, später ist der ausgewandert unter den Tisch, aber der Taster ist geblieben.

Ich liebe es, jeden Tag eine neue positive Eigenschaft an meiner neuen Maschine zu entdecken.

Die ist wirklich gut. doch.gif

Und für den Preis unschlagbar.

Der Beitrag wurde von sharky bearbeitet: 29.02.2012, 21:26 Uhr
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Beitrag 29.02.2012, 21:43 Uhr
 
 
sharky
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Bevor das hier als bloße Kritik ausgelegt wird, ein Wort zu den Mitbewerbern:

Mitbewerber ist im Drehmaschinensegment meiner Meinung nach sehr gut aufgestellt. Kürzlich, letztes Jahr, hat sich ergeben, daß Stürmer alles übernimmt, und Kollrep rausgeht. Wie immer, genaue Hintergründe werden nicht preisgegeben. Stürmer hat einen Service, bei dem der Techniker vor Ort die Maschinen wartet. Was Drehen angeht, alles super.

Bei den Fräsmaschinen allerdings, ich weiß nicht. Ich erkenne da keine klare Linie. Wie oben schon beschrieben. Das könnte man besser machen, damit der Kunde nicht fremdgehen muß.

Und der Versuch, eine BF20 für mehr als 10.000 Euro in das CNC-Segment zu verschieben, na, ich weiß nicht. Der Nutzen für den Anwender ist nicht erkennbar. Wer 10 Mille hinlegt, will keine BF20. Sollte eigentlich klar sein. Da hängt man eine Siemens-Steuerung an eine BF 20, wo man solche Maschinen mit Mach3 genausogut steuern könnte, und Mach 3 kostet 99 Euro.

Aber egal ob Mach3 oder Sinumeric, eine BF20 ist eben keine Fräsmaschine mit 1700 Kilo, Fräsen heißt daß das alles stabil und "Fett" läuft, und nicht, daß ein Minimaschinchen versucht, irgendwelche CNC-Bahnsteuerungen zu fahren, was sie mit 100 kg (!!!!!!!!!!!!!!) ohnehin in diesem Leben niemals schaffen können wird.

Da ist wie gesagt in Knick in der Logik, daher für 10 Mille will ich was "Fettes" haben, was satt und stramm und ohne Vibrationen mit einem 20mm Fräser in Alu locker 15 Zustellung macht.

Ich kenn die kleinen Maschinchen in CNC und hab sie genug programmiert um sagen zu können: das bringt es nicht.

Man kriegt sie ja auch für den halben Preis aber selbst dafür wollte ich sowas nicht mehr haben.

Der Beitrag wurde von sharky bearbeitet: 29.02.2012, 21:56 Uhr
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