Hallo,
nach einigem Ärger mit meinem bisherigen Software-Lieferanten wollte ich mit denen nichts mehr zu tun haben, und es mußte eine preiswerte
CAM Software her für 2.5 D Bearbeitung
auf der Fräsmaschine. Preiswert, das heißt im Bereich einige hundert Euro.
Die Auswahl fiel dann auf Sheet-CAM, gekostet hat das so ca. 250 Euro, wenn ich mich recht erinnere. Das Programm liegt nämlich seit Monaten unbenutzt in der Schublade. Für die Einarbeitung in die neue Software schien mir immer die Zeit zu knapp, bzw. bevor man sich in eine absolut neue Software einarbeitet, braucht man auch erstmal Motivation. Das ist ja geistig anstrengend. ... Dachte ich!
Einarbeitung?
Keine Zeit?
Programm von CD aufgespielt, Lizenzdatei rüberkopiert, Programm aufgerufen, Zeichnung eingelesen, Arbeitsprozeß zugewiesen,
Postprozessor angeworfen und fertig war mein erstes Sheet-CAM Programm (*.tap).
Gedauert hat das hoch geschätzt keine 60 Sekunden!
Manchmal ist es ja so, eine Software ist einem wie auf den Leib geschnitten, andere Programme erweisen sich als eher hakelig.
Um im Anschluß daran die ausführliche Anleitung von ca. 100 Seiten im wesentlichen zu überfliegen, hat es keine 20 Minuten in Anspruch genommen. Das liegt daran, daß die Software als solche LOGISCH UND KLAR IM AUFBAU, sprich exzellent strukturiert ist, fast möchte man sagen selbsterklärend.
Kernstruktur der Sheet-CAM Logik ist die Aufteilung gleichartiger Bearbeitungsprozesse auf Layer. Man klickt die Elemente der Zeichnung dazu an, weist ihnen einen Layer zu, und dieser Layer erhält dann die Bearbeitungsprozesse zugewiesen (Kontur, Tasche, Bohrung oder sonstwas mit WErkzeug, Zustellungen, Vorschübe etc.). Das ist alles blitzartig erledigt mit Anklicken.
Dann sucht man andere Elemente der Zeichnung heraus und weist ihnen den nächsten Layer mit anderen Werkzeugen und Bearbeitungsprozessen zu.
Die Zieldatei (hier: für Postprozessor Mach3, *.tap) entsteht dann so, daß man die Layer auswählt, die in der Datei zusammengefaßt werden sollen, und die vom Prozessor durchnudeln läßt, fertig.
Das geht fast schneller, als man das beschreiben kann.
Der Leistungsumfang ist recht groß, es sind auch Finessen enthalten wie Rampe, Gewindebohren oder -
Fräsen, Anfahrbögen und was dergleichen mehr sein mag, eben alles das, was man zum 2.5 D Fräsen so braucht. Da ich meine Programme eh mit der Hand noch nachbearbeite (um sie meiner nicht sehr stabilen Maschine auf den Leib zu schneidern), ist es für mich schon weit mehr, als ich brauche, ich brauche eigentlich nur die Daten der Kontur. Mehr ist natürlich besser als zuwenig, daher
Von meiner Seite aus dicke fette Empfehlung für diese zudem extrem preisgünstige CAM.
Gruß Sharky
Der Beitrag wurde von sharky bearbeitet: 23.05.2010, 09:07 Uhr