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Hallo Leute
Ab und an stöbere ich mal in den Stellenangeboten herum. Nun meine Frage an euch. Es wird ja nun so oft die Weiterbildung zur CNC-Fachkraft angepriesen.
Ist die überhaupt was wert? Wie sind denn da so eure Erfahrungen? Hat es denjenigen denn was gebracht der bei einer Bewerbung?
Denn wenn ich so manche Angebote lese, scheint mir das nicht genug zu sein. Nun frag ich mich ernsthaft, was wollen Firmen noch mehr?
Ein gelernter Zerspaner mit mehrjähriger Berufserfahrung und zusätzlichen Abschluß zur CNC-Fachkraft sollte doch wohl genügen.
Hier ein Ausschnitt aus einem Stellenangebot. Beachtet den letzten Satz im notwendigen Profil.
Ihr Profil:
1.) Sie besitzen eine abgeschlossene Berufsausbildung als Zerspanungsmechaniker/in (in den Fachrichtungen Drehtechnik, Frästechnik oder CNC-Schleiftechnik), Werkzeugmacher/in, Industriemechaniker/in (mit dem Schwerpunkt Drehen/Fräsen). **Eine Weiterbildung/Umschulung zur CNC-Fachkraft ist nicht ausreichend!**
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Hallo
Ich lese den letzten Satz so, daß die Firma keine Bäcker, Metzger, Landwirte,... mit Zertifikat "CNC-Fachkraft" möchte, sondern eben "echte" Zerspaner.
Ein Bekannter ist gerade in einer Maßnahme, um aus Hartz IV rauszukommen. 12 Wochen "Umschulung" zum Polsterer, finanziert vom Arbeitsamt. Der wird in seinem zukünftigen Betrieb auf seine zukünftige Arbeit angelernt und hat nebenher noch ein bißchen Schule. Laut seiner Aussage darf er sich danach "Polsterer" nennen, obwohl er von einer Ausbildung oder Umschulung weit entfernt ist.
Das nur als Beispiel, das aber zeigt, wie es vielfach laufen könnte. So scheinen sich recht viele Leute auf dem Arbeitsmarkt zu tummeln, die, ähnlich minimal qualifiziert, mit Zertifikaten wedeln, die mehr Qualifikation suggerieren sollen.
Um wieder zur Zerspanung zurückzukehren, werden auf die Art Teile-Einleger und Start-Knopf-Drücker, ausgebildet. Und wenn einer programmieren kann, muß er noch lang nicht drehen und/oder fräsen können. Was in meiner CNC-Ausbildung gemacht wurde, hatte auch nicht viel mit meiner heutigen Praxis zu tun.
Also ich kann es den Firmen nicht übelnehmen, wenn sie erfahrene Leute suchen, nur sind die eierlegenden Wollmilchsäue rar, die schon jede Maschine mit jeder Steuerung und dazu noch alle Teile kennen.
Meine Meinung ist, daß eine gute Basis an Wissen und Erfahrung erwartet werden kann, die Firmen sich aber im Gegenzug nicht scheuen dürfen, neue Mitarbeiter vernünftig einzuarbeiten, ggf. Fortbildungen zu finanzieren, und nicht zuletzt vernünftige Löhne zu zahlen.
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Servus,
ich habe auch Dreher gelernt, und dann eine Weiterbildung zur CNC-Fachkraft nebenher gemacht.
Wie plastichead schon schrieb, die Firma will (meiner Meinung nach verständlicherweise) keinen Branchenfremden, der vom AA auf eine "Umschulung" geschickt worden ist, obwohl es keine Umschulung sondern eigentlich eine Weiterbildung ist.
Das ist halt in den Maschinenbau"boom" Jahren extrem praktiziert worden...Stichwort: Fachkräftemangel
Das heisst natürlich nicht, das jeder der an so einer Maßnahme total ungeeignet ist, aber die Gefahr eine "Niete" zu ziehen ist für die Firmen definitiv größer.
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Hallo
Ich sehe das genau so. Ein gelernter Bäcker ist nun mal kein Zerspaner. Nur war ich immer der Ansicht eine Weiterbildung zur CNC-Fachkraft sei nur für Facharbeiter möglich die aus der Branche kommen. Sprich Zerspaner oder eben auch die Woodworker. Weiterbildung ist in meinen Augen keine Umschulung, in dem manche Arbeitslose aus allen Branchen mal eben hineingesteckt werden, damit sie aus der Statistik verschwinden.
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Moin zusammen ,
die Weiterbildung zur "Zertifizierten" Fachkraft unterliegt gesetzlichen Vorschriften, .... die von einigen Instituten/ Schulen/ etc leider sehr frei ausgelegt werden. Natürlich kann ich in drei Monaten aus einem Bäcker keinen erfahrenen CNC-Programmierer machen, aber ich kann in 6 Monaten aus einem Schlosser/ Mechaniker / etc (es gibt viele Metallberufe) der eine Ausbildung im konventionellen Zerspanen hat eine gute CNC-Fachkraft machen die eine solide Grund-Ausbildung im Drehen und Fräsen hat. Natürlich wird das "Erfahrung bekommen" erst im eigentlichen Betrieb stattfinden, aber wenn ich sehe dass motivierte und interessierte Teilnehmer nach kurzer Zeit selbstständig ein Programm schreiben dass z.B. beim Drehen sogar die Arbeit mit angetriebenen Werkzeugen beinhaltet.....sorry, da können aber viele sogenannte Programmierer die das seit 10 Jahren machen und die ich in der Vergangenheit kennenlernen durfte sehr viel weniger. Falls jemand aus Norddeutschland eine Weiterbildung zur "IHK-zertifizierten Fachkraft für CNC-Technik" machen möchte bin ich gerne bereit zu helfen. Der Lehrgang startet am 12.6. in Kiel und dauert 6 Monate, Bildungsgutscheine von der Agentur für Arbeit sind Vorraussetzung....aber es gibt evtl noch andere Lösungen die ich dann per PN besprechen würde. Ausgebildet wird an vier Maschinen (erst 1 Jahr alt!) mit Siemens 840D-Steuerung, Drehen, angetriebene Werkzeuge, Mehrachs-Fräsen, Grundlagen CAD und CAD/CAM etc. Das ist KEINE Werbung sondern nur der Hinweis auf mögliche Hilfestellung, ich bin nicht dort angestellt sonder selbstständiger , freiberuflicher Dozent und Weiterbildungsberater, die Bekanntgabe der Informationen ist mit den Moderatoren abgesprochen.
Falls Interesse besteht kann ich auch gerne weitere Informationen über die CNC-Fachkraft weitergeben, zB Ausbildungs-Pläne /Inhalte etc.
Als Abschluss sei gesagt dass es auch an dem Teilnehmer selber liegt, wieviel Zeit und Energie er in seinee Weiterbildung stecken will, was an Können und Wissen am Ende da ist!
Und....erwartet nicht zuviel Hilfe von den Arbeitsämtern! Ich musste mir heute anhören: :" Schön dass Sie zwei Einstellungszusagen haben wenn diese Leute den Kurs absolvieren.... leider können wir da nichts machen, die Arbeits-Suchenden müssen von selber auf uns zukommen. WIR vermitteln nur ARBEITSPLÄTZE....keine WEITERBILDUNG!"
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@ManicMechanik
Interessieren würde mich, welche Voraussetzungen gegeben sein müssen, um die CNC-Fachkraft zu absolvieren. Leute aus allen Berufsbranchen oder nur welche mit abgeschlossener Lehrausbildung im Metallberuf? Ich wüsste nicht was es für Sinn macht einen aus der Lebensmittelbranche in solch einen Weterbildungskurs zu stecken. Es ist in meinen Augen auch keine Weiterbildung dann für den jenigen, sondern eine Umschulung mit Überspringen einer Grundausbildung.
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Moin InTex :-)
bei mir / Uns ist es so dass die Teilnehmer eine Berufsausbildung in einem metallverarbeitenden Beruf haben müssen um für den Lehrgang zugelassen zu werden. Es gibt auch eine Art Eingangs-Prüfung um den Ausbildungsstand zu überprüfen und es kam auch schon vor dass Leute abgelehnt wurden. Übrigens sollte man nicht vergessen dass es CNC-Maschinen auch in anderen Bereichen gibt, im Nachbarort wurde längere Zeit jemand gesucht der eine Maschine programmieren/bedienen konnte mit der......Grabsteine!... hergestellt werden! (nur ein Beispiel). Mir ist allerdings ein gelernter Schuster lieber der 20 Jahre an allen möglichen manuellen spanenden Maschinen gearbeitet hat wie ein gelernter Dreher der die letzten 20 Jahre als LKW-Fahrer verbracht hat und jetzt vom Arbeitsamt in die Maßnahme geschickt wurde ohne zu wissen um was es geht. Solche Situationen werden natürlich berücksichtigt, auch wenn die Erstausbildung nicht passt ;-) Dafür gibt es bei uns eine vernünftige Betreuung incl. 4wöchigem Praktikum in einem Industrie-Betrieb (nicht Späne fegen sondern echte Unterweisungen) und Unterstützung nach dem Lehrgang um einen passenden Job zu finden.
hier sind die Voraussetzungen : Facharbeiter, Techniker und Meister sowie Führungskräfte aus dem Metall- und Holzbereich
Zur Anzeige würde ich auch sagen das diese Firma bereits schlechte Erfahrungen mit Bäcker, Metzger usw. gemacht hat. Und nun einen echten Facharbeiter einstellen möchte.
Interessant wäre in welchem Bundesland kam denn diese Anzeige, ist hier auch die Arbeitslosigkeit extrem hoch?
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Moin zusammen :-)
der Lehrgangsinhalt der HWK Reutlingen ist ja sehr ausführlich und der eigene PC-Arbeitsplatz pro Teilnehmer sollte selbstverständlich sein. Ich finde es auch nicht weiter verwunderlich dass die Vorraussetzungen so hoch sind.... schliesslich muss man das alles in nur 4 Wochen lernen. Aber ich vermisse Informationen über die verwendeten Steuerungen und Maschinen, es gibt da Riesenunterschiede bei der Schulungs-Version! Ausserdem....was ist mit mathematischen und geometrischen Grundlagen? Kann wirklich jeder mal eben fehlende Koordinaten aus einer Zeichnung heraus berechnen? Was ist mit der Datenübertragung? Wie schreibe ich ein Programm so dass es der Kollege beim Schichtwechsel schnell verstehen kann?
Bei uns geht der Lehrgang über 6 Monate (incl 4 Wochen betreutes Praktikum) und wir wissen warum! Schliesslich sollen die Teilnehmer am Ende des Lehrganges in relativ kurzer Zeit effektiv und selbstständig arbeiten können wenn sie in einer Firma anfangen und die Maschinen nicht kennen (ich denke, jeder weiss dass alle Maschinen unterschiedlich sind) :-D
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Hallo,
das ist wirklich eine interessante Frage, die hier aufgeworfen wird. Laut der HWK Regensburg ist die Zielgruppe "Facharbeiter, Gesellen und Meister aus den Metallberufen" www.hwk-regensburg.de/76,0,kaodet_R.html;jsessionid=c4bb5a235ed609947b0a5cb9dfd0b0d0bd0d5cdeee9b20412ab1b00353645b02.e3ySa38RbNeTe34LchqPbhmMaxz0?van_id=35980
Bisher sah ich die CNC-Fachkraft als Weiterbildung/ als "Aufwertung der Ausbildung". Als ich diese Weiterbildung dann abgeschlossen hatte, war mein Resumee: Wer das nicht mit Eins abschliesst, hat keine Ahnung (Erkenntnisgewinn fast Null).
Wenn ich dann auch noch lese, "Eine Weiterbildung/Umschulung zur CNC-Fachkraft ist nicht ausreichend", dann kann das eigentlich nur heißen, das da die Teilnahmevoraussetzungen ziemlich tief liegen und jeder Frisör, Konditor, Lastwagenfahrer ... teilnehmen kann, so das der Abschluss offensichtlich nichts wert ist?
Wobei sich die Frage stellt, wer damit angefangen hat, die Messlatte tiefer zu legen? Die IHK/ HWK die zahlende Kundschaft brauchen? Die Arbeitsämter, die Leute irgendwo unterbringen wollen (denn in so einem Kurs sind die Leute ja nicht mehr arbeitslos)? Oder lag die die Messlatte schon immer so tief?
Daraus ergibt sich die nächste Frage: Was sind dann überhaupt sinnvolle Weiterbildungen im CNC-Bereich?
Es wäre natürlich höchst interessant, auch die Meinung von Entscheidern im Personalbereich dazu zu hören. (Aber die treiben sich wahrscheinlich nicht in diesem Forum herum)
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Moin Dekoboy :-) man sollte nicht alle CNC-Fachkraft-Kurse über einen Kamm scheren! Es gibt nun mal Instituionen die es schaffen in 4 bis 8 Wochen aus jedem berufsfremden mit Gesellenbrief/Facharbeiterprüfung eine CNC-Fachkraft zu machen. Jedenfalls auf dem Papier !!!! Was diese Leute wirklich können steht auf einem anderen Blatt :-( Gründe dafür sind u.A. in den Anweisungen der Arbeitsämter zu suchen, die haben kein Geld mehr und geben nur noch Bildungsgutscheine raus für kurze Lehrgänge ...was rein geschäftlich orientierte Unternehmen natürlich ausnutzen und CNC-Fachkräfte "am Fliessband" ausbilden. Ich greife hier niemanden an und beziehe mich auch nicht auf die oben genannten links, ich erzähle nur aus eigener Erfahrung!!! Jeder Bildungsgutschein bedeutet bares Geld...und je weniger ich dafür einsetzen muss desto besser....denken einige Firmen und sacken die Kohle ein. Es wird sich (falls sich die Industrie von der Krise jemals halbwegs erholt) rächen wenn auf einmal wirklich GUT ausgebildete und motivierte Fachkräfte gesucht werden . Dann werden wieder Greencards ausgestellt und das Bildungsniveau anhand einer Pisa-Studie abgecheckt und ....die Bösen sitzen dann garantiert nicht an den Geldtöpfen die man braucht um eine gute Ausbildung zu gewährleisten , das tun die ja niiiiie! Wenn man arbeitssuchend ist und sich weiterbilden will UND einen kooperativen Angestellten beim Amt findet sollte man sich die angebotenen Kurse GENAU ansehen, Referenzen einholen.... und zur Not bei der Firma in der man sich beworben hat ein Praktikum nach dem Lehrgang absolvieren das vom Arbeitsamt bezahlt wird. (Ja, das geht!) Es zeigt sich dann schnell wer etwas gelernt hat und wer nicht.
Moin Dekoboy :-) man sollte nicht alle CNC-Fachkraft-Kurse über einen Kamm scheren!
Aber das macht doch schon mindestens ein Unternehmen, mit der Ansage in der Stellenanzeige: "Eine Weiterbildung/Umschulung zur CNC-Fachkraft ist nicht ausreichend"
ZITAT
Es gibt nun mal Instituionen die es schaffen in 4 bis 8 Wochen aus jedem berufsfremden mit Gesellenbrief/Facharbeiterprüfung eine CNC-Fachkraft zu machen. Jedenfalls auf dem Papier !!!! Was diese Leute wirklich können steht auf einem anderen Blatt :-( Gründe dafür sind u.A. in den Anweisungen der Arbeitsämter zu suchen, die haben kein Geld mehr und geben nur noch Bildungsgutscheine raus für kurze Lehrgänge ... was rein geschäftlich orientierte Unternehmen natürlich ausnutzen und CNC-Fachkräfte "am Fliessband" ausbilden. Ich greife hier niemanden an und beziehe mich auch nicht auf die oben genannten links, ich erzähle nur aus eigener Erfahrung!!! Jeder Bildungsgutschein bedeutet bares Geld...und je weniger ich dafür einsetzen muss desto besser....denken einige Firmen und sacken die Kohle ein.
Das ist vollkommen klar, das sich da eine "Bildungsgutschein-Verwertungsindustrie" etabliert.
ZITAT
Es wird sich (falls sich die Industrie von der Krise jemals halbwegs erholt) rächen wenn auf einmal wirklich GUT ausgebildete und motivierte Fachkräfte gesucht werden . Dann werden wieder Greencards ausgestellt und das Bildungsniveau anhand einer Pisa-Studie abgecheckt und ....die Bösen sitzen dann garantiert nicht an den Geldtöpfen die man braucht um eine gute Ausbildung zu gewährleisten , das tun die ja niiiiie!
Nur, welches Unternehmen kann dann unter den vielen "am Fliessband" ausgebildeten CNC-Fachkräften unterscheiden, wer eine "GUT ausgebildete und motivierte Fachkraft" ist? Achtet ein Personalentscheider darauf, ob ein Bewerber in Reutlingen in 180 Std., in Regensburg in 200 Std. oder bei euch über 6 Monate ausgebildet wurde? Da bleibt weiterhin die Frage: Wenn es so ist, wie von dir beschrieben, hat dann die Weiterbildung zur CNC-Fachkraft überhaupt einen Wert (z.B. für einen Zerspanungsmechaniker)?
ZITAT
Wenn man arbeitssuchend ist und sich weiterbilden will UND einen kooperativen Angestellten beim Amt findet sollte man sich die angebotenen Kurse GENAU ansehen, Referenzen einholen.... und zur Not bei der Firma in der man sich beworben hat ein Praktikum nach dem Lehrgang absolvieren das vom Arbeitsamt bezahlt wird. (Ja, das geht!) Es zeigt sich dann schnell wer etwas gelernt hat und wer nicht.
Mir ging es vor allem um die Anfangsfrage von InTex "ist die Weiterbildung zur CNC-Fachkraft überhaupt was wert"?
Wenn ich: 1) meinen eigenen Kurs sehe (obwohl da nur Metaller waren) 2) die Stellenanzeige sehe 3) deine Erfahrungen höre
dann kann ich (für mich) nur abschließend sagen: Für einen Berufsfremden mag es den Einstieg in die CNC-Branche erleichtern - mehr nicht. (Obwohl ich vor einer Woche noch der Meinung war, diese Weiterbildung wertet meine Berufsausbildung auf - wieder einer Illusion beraubt )
Grüsse aus dem tiefsten Süden
Dekoboy
Der Beitrag wurde von dekoboy bearbeitet: 27.05.2010, 00:18 Uhr
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Moin Dekoboy :-)
ich versuch mit meiner Argumentation ja auch gegen diese Kurz-Lehrgänge was zu machen. Die Firmen sehen nur was "hinten dabei rauskommt", das ist mir auch klar. Aber soll ich deswegen aufgeben? Immerhin lebe ich davon Menschen auszubilden und stehe zu meiner Arbeit, auch wenn die Kämpfe mit Ämtern und Firmen öfter mal echt frustrierend sind. Aber ich bleibe dabei: wenn ein Zerspanungsmechaniker eine gute Ausbildung zur "zertifizierten!!!" CNC-Fachkraft macht hat er bessere Chancen einen Job in dem Bereich zu finden. Nicht jeder CNC-Fachkraft-Kurs ist sofort zertifiziert....da gibt es Riesenunterschiede.... auch bei den Zertifizierungen. Einem Berufsfremden würde der Einstieg nicht erleichtert, er würde normalerweise gar nicht zugelassen werden. Ich kann dir gerne mal am WE einen Lehrgangsplan per PN zukommen lassen, dann weisst du was man alles an Vorraussetzung haben sollte ;-)
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Hallo ManicMechanic
Also ich bin gelernter Zerspanungsmechaniker, das nun knapp 30 Jahre. Habe vor 20 Jahren dann mal ein CNC Anwenderpass (Drehen/Fräsen) dazu ein Schnupperkurs in CAD/CAM gemacht. Damals gab es noch nicht den Begriff CNC-Fachkraft, ist mir jedenfalls nicht bekannt. Nun mußte ich mal vor langer Zeit feststellen, daß meinem Gesellenbrief und einwöchige Schulungen direkt bei INDEX mehr Aufmerksamkeit geschenkt wurde, als dieser CNC-Anwenderpass. Die Begründung liegt in den Worten "Papier ist geduldig" <---- bezogen auf Anwenderpass. Diese Aussage mit dem geduldigen Papier, möchte ich aber bestreiten. Denn dieser Lehrgang dauerte damals ca 8 Monate und hat mir eigentlich noch eine Menge Zusatzwissen gebracht. Ich meine damit nicht das Programmieren sondern allein die Grundlagen wie Kreismittelpunktsberechnungen über Winkelfunktionen und ähnliches. Auch wenn dies alles kaum noch bei den heutigen Steuerungen notwendig ist, gehört es einfach dazu. Denn ich habe selbst hier im Forum schon User erlebt, die 9 Jahre an einer CNC Maschine stehen, und nun Fragen aufkommen wie" Was ist G41 und G42 etc. Und da trifft nun der Fall ein, daß diese Leute nun aus irgendeinem Grund aus dem Berufsleben ausschieden und in einem Lehrgang gesteckt wurden, wo sie nun erstmal alle Grundlagen erlernen. Nun möchte ich mal behaupten, daß dieser eine Fall gar nicht genau wußte was er 9 Jahre lang überhaupt gemacht hat.
@dekoboy
In meinem Augen ist die Weiterbildung auf jeden Fall eine Erweiterung, ob das nun ein Arbeitgeber zu schätzen weiß oder nicht. Auf alle Fälle hat es dir wohl mal etwas gebracht, denn sonst könntest du nicht solche fachkompetente Beiträge und Lösungen hier bringen.
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Moin InTex :-) genau solche Leute mit so einer Vorbildung können am meisten von einem Lehrgang profitieren. Du sprachst von Zusatzwissen, hier mal (ganz knapp gehalten) mein Lehrgang : 1. Woche: mathematische Grundlagen 2. Woche: EDV-Grundlagen 3. u. 4. Woche : Grunkurs CAD (im Moment AutoCad 2007 , nur 2D) 5. - 7. Woche : Maschinen-, Werkstoff-, Werkzeug- und Zerspanungskunde 8. u. 9. Woche : CNC-Theorie am PC (incl Simulations-Software) 10. u. 11. Woche : CAD/CAM-Grundkurs (MasterCAM) 12. - 18. Woche : CNC-Praxis (2 Fraesen mit 4. Achse, 2 Drehmaschinen mit angetriebenen Werkzeugen) 19. - 22. Woche : betreutes Praktikum in einem Industriebetrieb 23. Woche : Prüfungsvorbereitung 24. Woche ; Abschlussprüfung (nur 2 Tage )